Lehrerin beim muttersprachlichen Unterricht

Lehrpläne für den muttersprachlichen Unterricht

Der muttersprachliche Unterricht ist in Österreich Teil des Regelschulwesens. Da es sich um ein freiwilliges Angebot handelt, wird empfohlen, die Eltern bzw. Erziehungsberechtigten beim Erstkontakt mit der Schule auf diese Möglichkeit hinzuweisen.

Ziele des muttersprachlichen Unterrichts sind die Entwicklung und Festigung der Zweisprachigkeit.

Teilnahmeberechtigt sind alle SchülerInnen mit anderen Erstsprachen als Deutsch, ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft, sowie SchülerInnen, die im Familienverband zweisprachig aufwachsen, ebenfalls ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft.

Die Fachlehrpläne für den muttersprachlichen Unterricht sind so offen gestaltet, dass sie sich grundsätzlich auf jede Sprache anwenden lassen, wodurch auch die Einführung zusätzlicher Sprachen erleichtert wird, da nicht für jede Einzelsprache ein neuer Lehrplan entwickelt werden muss.

Muttersprachlicher Unterricht kann grundsätzlich in jeder Sprache angeboten werden, sofern Bedarf dafür angemeldet wird, eine geeignete Lehrkraft zur Verfügung steht und die Anstellung dieser Lehrkraft im Stellenplan berücksichtigt werden kann.

Detailliertere Informationen sind dem Rundschreiben Nr. 12/2014, der Nr. 1 der Informationsblätter der Arbeitsstelle für Migration und Schule sowie dem Fachartikel „Der muttersprachliche Unterricht: Schulrechtliche und schulorganisatorische Rahmenbedingungen“ zu entnehmen.