Kinder beim Mehrsprachigen Unterricht

Oft gefragt: Maßnahmen zur Deutschförderung

Die folgenden Fragen und Antworten sind der Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“ entnommen. Weitere Fragen und Antworten finden Sie direkt in der Broschüre.

Worum geht es im neuen Deutschfördermodell (SchUG 8h)?

Ziel des neuen Deutschfördermodells für außerordentliche Schüler/innen ist das frühzeitige und intensive Erlernen der Unterrichtssprache Deutsch, damit diese Schüler/innen möglichst rasch nach dem Lehrplan der betreffenden Schulart und Schulstufe unterrichtet werden können.

Die Entscheidung darüber, ob ein/e Schüler/in einen ordentlichen oder außerordentlichen Status erhält bzw. in letzterem Fall, ob aufgrund mangelhafter Deutschkenntnisse eine Zuteilung zu einem Deutschförderkurs oder aufgrund ungenügender Deutschkenntnisse eine Zuteilung zu einer Deutschförderklasse stattfindet, erfolgt ab der Aufnahme für das Schuljahr 2019/2020 auf Basis österreichweit einheitlicher, standardisierter Testverfahren (vgl. unten für Details).

Darüber hinaus wird das Beherrschen der Unterrichtssprache Deutsch ab dem Schuljahr 2018/19 als Schulreifekriterium festgelegt.

Siehe auch die Grafik zum Modell in der Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 9.

Was sind die Eckpunkte der neuen Deutschförderklassen?

  • Jene ao. Schüler/innen, die auf Basis des standardisierten Testergebnisses über ungenügende Deutschkenntnisse verfügen, werden einer Deutschförderklasse zugeteilt.
  • Ab 8 Schüler/innen pro Schule ist verbindlich eine Deutschförderklasse einzurichten. Bei einer geringeren Anzahl sind die Schüler/innen in der Regelklasse nach dem Lehrplan für die Deutschförderklassen zu unterrichten, wobei sie unterrichtsparallele Deutschförderung im Ausmaß von 6 Wochenstunden zu erhalten haben.
  • Im Sinne der Flexibilität ist der Unterricht in Deutschförderklassen auch klassen- und schulstufenübergreifend möglich.
  • Eine Deutschförderklasse dauert in der Regel ein Semester und kann maximal vier Semester lang besucht werden.
  • In der Primarstufe erhalten die Schüler/innen 15 Wochenstunden intensives Sprachtraining im Rahmen der jeweiligen Gesamtwochenstundenanzahl laut Stundentafel.
  • In der Sekundarstufe erhalten die Schüler/innen 20 Wochenstunden intensives Sprachtraining im Rahmen der jeweiligen Gesamtwochenstundenanzahl laut Stundentafel
  • In den verbleibenden Stunden nehmen die Schüler/innen im Sinne der Integration und zur Anwendung und Festigung des Gelernten je nach individuellen Voraussetzungen und organisatorischen Möglichkeiten auch an bestimmten Fächern und Aktivitäten des Regelunterrichts im Rahmen des regulären Klassen- und Schulverbandes teil (z. B. Bewegung und Sport, Klassen- und Schulausflüge).
  • Für die Deutschförderklassen wurde jeweils ein Lehrplan für die Primarstufe sowie einer für die Sekundarstufe entwickelt. Dieser kann bereits ab dem Schuljahr 2018 / 19 zur Anwendung kommen. Ab dem Schuljahr 2019 / 20 ist dieser Lehrplan für alle Schulen verbindlich (vgl. für Details weiter unten).
  • Der Besuch der Deutschförderklassen ist semesterweise vorgesehen. Ein Übertritt ist aufgrund der standardisierten Testung jeweils zu Semesterende wie folgt möglich:
    ⇒ Jene Schülerinnen und Schüler, die im Zuge der standardisierten Testung zu Semesterende einen entsprechenden Sprachfortschritt vorweisen, dem Unterricht aber noch nicht folgen können, verlassen die Deutschförderklasse, treten in die Regelklasse über und werden als außerordentliche Schüler/innen in Deutschförderkursen im Ausmaß von 6 Wochenstunden unterrichtsparallel gefördert.
    ⇒ Wenn der Übertritt des Schülers/der Schülerin aufgrund der standardisierten Testergebnisse in die Regelklasse nicht möglich ist, dauert die Deutschförderklasse ein weiteres, längstens jedoch 4 Semester. Ein viersemestriger Besuch der Deutschförderklasse ist jedoch für den Ausnahmefall vorgesehen, etwa für nicht schulerfahrene und nicht alphabetisierte späte Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger. Die Alphabetisierung muss jedenfalls in der Deutschförderklasse sichergestellt werden.
    ⇒ Sollte das Testergebnis zeigen, dass die Sprachfortschritte so deutlich sind, dass der Schüler / die Schülerin dem Unterricht nun folgen kann, erhält er / sie den ordentlichen Status und wird einer Regelklasse zugeteilt. Deutschförderung erhält der Schüler / die Schülerin nun im Rahmen der DaZ-Förderung für ordentliche Schüler/innen.

Siehe Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 10.

Wie sehen die neuen Deutschförderkurse konkret aus?

  • Jene ao. Schüler/innen, die auf Basis des standardisierten Testergebnisses über mangelhafte Deutschkenntnisse verfügen, werden einer Regelklasse mit Deutschförderkurs zugeteilt.
  • Ab 8 Schüler/innen pro Schule ist verbindlich ein Deutschförderkurs im Ausmaß von 6 Wochenstunden parallel zu Unterricht einzurichten. Bei einer geringeren Anzahl sind die Schüler/innen in der jeweiligen Klasse integrativ nach dem Lehrplan für die Deutsch-förderkurse zu unterrichten.
  • Im Sinne der Flexibilität ist der Unterricht in Deutschförderkursen auch klassen- und schulstufenübergreifend möglich.
  • Für die Deutschförderkurse dient als Lehrplangrundlage der betreffende Lehrplan für den Pflichtgegenstand Deutsch unter Berücksichtigung allfälliger Lehrplanbestimmungen für Deutsch als Zweitsprache.
  • Der Übertritt in den ordentlichen Status ist aufgrund der standardisierten Testung jeweils zu Semesterende wie folgt möglich:
    ⇒ Sollte das Testergebnis zeigen, dass die Sprachfortschritte so deutlich sind, dass der Schüler/die Schülerin dem Unterricht nun folgen kann, erhält er/sie den ordentlichen Status. Deutschförderung erhält der Schüler/die Schülerin nun im Rahmen der DaZ-Förderung für ordentliche Schüler/innen.
    ⇒ Wenn der Übertritt des Schülers/der Schülerin in den ordentlichen Status aufgrund der standardisierten Testergebnisse noch nicht möglich ist, wird weiterhin ein Deutschförderkurs besucht. In Summe können Deutschförderklasse und Deutschförderkurs aber maximal 4 Semester dauern. Anschließend wird der Schüler/die Schülerin in den ordentlichen Status übergeführt.

Siehe Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 11.

Wie bildet sich die „Schulreife neu” hinsichtlich Aufnahme in die Vorschulstufe bzw. erste Schulstufe ab?

Neben der körperlichen und geistigen Überforderung stellt ab dem Schuljahr 2018/19 auch die Beherrschung der Unterrichtssprache Deutsch ein Kriterium für das Vorliegen der Schulreife dar.

Dabei ist zu beachten, dass eine Aufnahme in Vorschulstufe nur dann erfolgen kann, wenn das Kind dem Unterricht in der ersten Schulstufe nicht folgen kann, ohne körperlich und geistig überfordert zu sein und daher nicht schulreif ist. Sollte das Kind jedoch körperlich und geistig nicht überfordert sein, aber die Unterrichtssprache Deutsch nicht ausreichend beherrschen und aus diesem Grund nicht schulreif sein, so ist jedenfalls eine Aufnahme in die erste Schulstufe vorzunehmen.

Für weitere Informationen und einen Überblick in Form einer Grafik siehe Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 12.

Nach Beendigung des ao-Status haben viele Schüler/innen noch Sprachförderbedarf. Wird es Deutschförderung auch für ordentliche Schüler/innen geben?

Die Phase der Deutschförderung für ao.-Schüler/innen hat zunächst zum Ziel, die Unterrichtssprache Deutsch auf einem alltagssprachlichen Niveau zu erwerben, um dem Unterricht folgen zu können. Für die weitere Bildungslaufbahn reichen rein alltagssprachliche Kompetenzen aber nicht aus. Denn das Medium, in dem im schulischen Unterricht die Vermittlung von komplexen Wissensinhalten stattfindet, ist die Bildungssprache. Um auch die Entwicklung der bildungssprachlichen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen mit ordentlichem Status zu unterstützen, besteht selbstverständlich wie bisher die Möglichkeit, Deutschförderung für ordentliche Schüler/innen anzubieten.

Siehe Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 14

Um jene Schülerinnen und Schüler, die einen ordentlichen Status haben, aber trotzdem Förderbedarf in der Unterrichtssprache Deutsch aufweisen, möglichst früh zu identifizieren, stellt das Ressort seit dem Schuljahr 2017/18 das Diagnoseinstrument USB-PluS kostenlos zur Verfügung (https://www.usbplus.at).

Was sind die Eckpunkte der neuen Lehrpläne für Deutschförderklassen?

Die Lehrpläne für Deutschförderklassen wurden für die Vorschulstufe, die Primarstufe und die Sekundarstufe entwickelt und sind jeweils auf ein Semester ausgerichtet. Sie sind mit Schuljahr 2018/19 in Kraft getreten und können bereits auf freiwilliger Basis zur Anwendung kommen. Ab dem Schuljahr 2019/20 sind die Lehrpläne für die Deutschförderklassen für alle Schulstandorte bindend.

In Deutschförderklassen soll sichergestellt werden, dass die Schülerinnen und Schüler die Unterrichtsprache frühzeitig erlernen und möglichst bald gemeinsam im Klassenverband dem Lehrplan der jeweiligen Schulstufe als außerordentliche Schüler/innen mit Deutschförderkurs oder ordentliche Schüler/innen folgen können. Im Sinne der Laufbahn der Schülerinnen und Schüler ist es daher möglich und sinnvoll, Bildungssprache und Fachwortschatz auch anhand von anderen Unterrichtsgegenständen – etwa Mathematik, Sachunterricht oder Lebende Fremdsprache – zu erarbeiten und die Förderung in diesen Gegenständen ja nach individuellen Voraussetzungen der Kinder und Jugendlichen zu gewährleisten.

Der Lehrplan legt den Schwerpunkt auf den Erwerb mündlicher und schriftlicher Sprachhandlungskompetenz; d. h. die Bewältigung kommunikativer Situationen steht im Vordergrund. Der Erwerb entsprechender linguistischer Kompetenzen bildet dafür sowie für den Erwerb rezeptiver und produktiver Fertigkeiten im Umgang mit Texten eine unverzichtbare Voraussetzung, weshalb den linguistischen Kompetenzen im Lehrplan besonderer Raum gegeben wird (Wortschatz, Wortformen, Satzbau, Schrift bzw. Alphabetisierung). Als Grundlage des Lehrplans werden Modelle guter Praxis herangezogen, wie z. B. die Lehrpläne in Hamburg.

Der Lehrplan der Deutschförderklassen ist ein Rahmenlehrplan. Damit wird sichergestellt, dass Sprachförderlehrer/innen jenen Gestaltungsraum erhalten, der erforderlich ist, um jedes Kind nach den jeweils eigenen Fähigkeiten und Begabungen zu fördern. Gleichzeitig erlaubt dies, den Unterricht so zu gestalten, dass der mehrmalige Besuch einer Deutschförderklasse nicht zur Wiederholung des Lehrstoffs führt, sondern die kontinuierliche Förderung der einzelnen Schüler/innen zulässt.

Das Gesamtstundenausmaß soll an den Lehrplänen der Volkschule bzw. der Sekundarstufe (NMS/AHS) angelehnt sein. Der überwiegende Anteil des Gesamtstundenausmaßes, nämlich 15 (Primarstufe) bzw. 20 (Sekundarstufe) Wochenstunden, wird dabei dem Deutschunterricht gewidmet sein. Die Anzahl der verbleibenden Stunden orientiert sich an der Stundentafel der jeweiligen Schulstufe.

Die Teilnahme am Regelunterricht ist nach den individuellen Lernvoraussetzungen der Schülerin bzw. des Schülers und organisatorischen Möglichkeiten des Schulstandortes zu gestalten. Möglich wäre zum Beispiel eine Teilnahme in den Fächern Bildnerische Erziehung, Musikerziehung, Sport und Bewegung oder Fremdsprachen und die Einbeziehung in Angebote im Rahmen des Ganztagsbetriebs. Im Sinne eines sprachsensiblen Unterrichts sollen auch im Regelunterricht Deutschlernsequenzen Platz finden. Die Teilnahme an Projektarbeiten und Schulausflügen der Regelklasse ist zur Unterstützung des ungesteuerten Spracherwerbs und der Integration in der Klasse ausdrücklich erwünscht.

Darüber hinaus ist für alle Schülerinnen und Schüler, die einer gesetzlich anerkannten Kirche oder Religionsgesellschaft angehören, der Religionsunterricht ihres Bekenntnisses Pflichtgegenstand. Dies gilt auch für außerordentliche Schülerinnen und Schüler in Deutschförderklassen.

Siehe Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 15-16.

Welche Lehrpläne gelten für die Deutschförderkurse?

Lehrplangrundlage für den Unterricht in Deutschförderkursen sind die bestehenden Lehrplan-Zusätze für das Unterrichtsfach Deutsch. Im Einzelnen sind dies: Lehrplan-Zusatz »Deutsch für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache« (Volksschule und Polytechnische Schule), „Besondere didaktische Grundsätze, wenn Deutsch Zweitsprache ist” (Sekundarstufe I), Unverbindliche Übung „Deutsch als Zweitsprache” (AHS-Oberstufe), unterstützendes Sprachtraining Deutsch (USD; kaufmännische Schulen und technische, gewerbliche und kunstgewerbliche Fachschulen).

Siehe Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 16.

Welche Materialien und Schulbücher sind für den Gebrauch in den Deutschförderklassen approbiert?

Für das Übergangsjahr 2018/19 gibt es eine große Auswahl an approbierten Materialien für Deutsch als Zweitsprache, welche die Schulen sowohl für die Deutschförderklassen als auch für die Deutschförderkurse bestellen können. Auch Schülerinnen und Schüler, die eine Deutschförderklasse besuchen, haben Anspruch auf das Limit der Schulform. Darüber hinaus kann das Zusatzlimit Deutsch als Zweitsprache für Deutsch als Zweitsprache Lehrwerke in Anspruch genommen werden. Weiters können die Schulen nach eigener pädagogischer Prüfung entsprechende Materialien auch als Unterrichtsmittel eigener Wahl im Ausmaß von 15 % des Schulform-Limits bestellen; auch das Zusatzlimit Deutsch als Zweitsprache kann zur Gänze als Unterrichtsmittel eigener Wahl verwendet werden.

Für die diagnosebasierte Förderung der Unterrichtssprache Deutsch stellt das BMBWF USB DaZ (Unterrichtsbegleitende Sprachstandsbeobachtung Deutsch als Zweitsprache) kostenlos als Download zur Verfügung. Alternativ kann USB-DaZ ab dem Schuljahr 2018/19 auch über den Publikationen-Shop des BMBWF (siehe http://pubshop.bmbf.gv.at) gegen eine geringe Manipulationsgebühr (EUR 2,18) und Versandkosten (je nach Umfang) bestellt werden.

Siehe Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 16.

Wie wird das neue Instrument zur Feststellung des ordentlichen/außerordentlichen Status aussehen und ab wann kann bzw. muss es eingesetzt werden?

Im Sinne der Transparenz und Objektivierung der Vergabe des ordentlichen (o.) bzw. außerordentlichen (ao.) Status wird jeweils für die Primarstufe und für die Sekundarstufe ein bundesweit einheitliches und standardisiertes Instrument zur Feststellung des o. bzw. ao. Status entwickelt, das wissenschaftliche Gütekriterien erfüllt und bei all jenen SchülerInnen zum Einsatz kommt, bei denen ein Förderbedarf in der Unterrichtssprache Deutsch vermutet wird.

Im Falle eines ao. Status soll das Instrument auch Auskunft darüber geben, ob ein Kind bzw. ein/e Jugendliche/r aufgrund eines mittleren Sprachförderbedarfs einem Deutschförderkurs oder aufgrund eines intensiven Deutschförderbedarfs einer Deutschförderklasse zugeteilt wird.

Das Gesetz sieht weiter vor, dass die Sprachkompetenz bei der Aufnahme in die Schule und bei ao.-SchülerInnen in weiterer Folge auch jeweils zu Semesterende zu überprüfen ist, um festzustellen, welche Form von Deutschförderung der/die SchülerIn im nächsten Semester braucht. Daher werden die Testverfahren zu mehreren Zeitpunkten eingesetzt, nämlich im Rahmen der Aufnahme in die Schule und am Ende eines Semesters, in dem der/die SchülerIn eine Deutschförderklasse oder einen Deutschförderkurs besucht hat.

Die Anwendung des Instruments wird einfach und auch zeitökonomisch sein (max. 20 bis 30 Minuten/Kind). Es wird sich um ein 1:1 Setting handeln, bei dem die Schulleitung parallel zur Durchführung in Echtzeit auch die Bewertung der Sprachkompetenz vornimmt.

Das Instrument wird aufgrund von Impulsen (z. B. Bilder) Sprachhandlungen der Kinder und Jugendlichen hervorrufen, die in weiterer Folge auf Grundlage von Sprachstandsindikatoren/Kriterien auszuwerten sind.

Im Sinne eines Gesamtkonzepts wird das Instrument von seiner Konzeption her an Diagnoseinstrumenten anknüpfen, die an den Schulen bereits bekannt sind (z. B. USB-DaZ und USB-PluS).

Die Durchführung der Feststellung obliegt wie bisher der Schulleitung. Sollte es eine anderslautende Entscheidung durch die zuständige Schulbehörde (Landes- bzw. Stadtschulrat, ab 1.1.2019 Bildungsdirektion) geben, so kann die Durchführung auch durch diese erfolgen.

Siehe Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 17.

Wird das Instrument USB-DaZ (Unterrichtsbegleitende Sprachstandsbeobachtung Deutsch als Zweitsprache) zukünftig dann überhaupt noch verwendet werden?

Selbstverständlich, denn USB-DaZ hat eine andere Zielsetzung. Bei USB-DaZ handelt es sich um ein förderdiagnostisch ausgerichtetes Instrument mit dem Ziel, die Kompetenzen des Kindes bzw. des/der Jugendlichen bestmöglich zu erfassen, um im Anschluss diagnosebasiert fördern zu können. Das ist auch im neuen Gesetz verpflichtend vorgesehen, wobei das neue Gesetz den förderdiagnostischen Aspekt noch stärker als bisher verankert, indem in Zukunft individuelle Förderpläne und Förderberichte zu erstellen sein werden.

USB-DaZ steht für alle Schulen unter https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/recht/erlaesse/usb_daz.html kostenlos zum Download zur Verfügung. Alternativ kann USB-DaZ ab dem Schuljahr 2018/19 auch über den Publikationen-Shop des BMBWF (siehe http://pubshop.bmbf.gv.at) gegen eine geringe Manipulationsgebühr (EUR 2,18) und Versandkosten (je nach Umfang) bestellt werden.

Um die Benutzerfreundlichkeit von USB-DaZ zu erhöhen entwickelt das BIFIE im Auftrag des BMBWF derzeit neue Begleitmaterialien zu USB-DaZ. Diese stehen aktuell zum Download auf der BIFIE-Website zur Verfügung. Sie finden dort:

  • den Leitfaden für die Arbeit mit USB-DaZ, der neben vielen praktischen Tipps und Informationen zu den Rahmenbedingungen auch Literaturhinweise und Internetadressen bietet,
  • Handzettel für einen schnellen Überblick und erste Beobachtungen für den Einstieg in die Arbeit mit USB-DaZ sowie
  • drei Varianten des vorhandenen Ergebnisdokumentationsbogens. Damit können Sie je nach Beobachtungssituation und persönlicher Vorliebe den passenden Bogen wählen; zwei erlauben auch eine digitale Dokumentation.

Ein Pool von Fördervorschlägen zu 16 Themen für Primarstufe und Sekundarstufe wird im Schuljahr 2018/19 zur Verfügung stehen.

Siehe Broschüre „Deutschförderklassen und Deutschförderkurse – Leitfaden für Schulleiterinnen und Schulleiter“, S. 19.

Alle weiteren Informationen zur Anwendung und Bestellung von USB-DaZ finden Sie auf der Website: usbdaz.at.