SchülerInnen hinter Baum

Im Zuge der allgemeinen Sparmaßnahmen, die auch das Bildungsressort betreffen, kann die erfolgreiche Initiative Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance! im kommenden Schuljahr nicht fortgeführt werden (mehr dazu).

Eine kompakte Zusammenfassung der Initiative Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance! finden Sie hier:

Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance!

Die österreichweite Initiative ist ein Projekt des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. KulturKontakt Austria begleitet die Initiative konzeptionell, beratend und organisatorisch. Im Schuljahr 2013/14 fand diese Initiative für alle Schularten und Altersstufen bereits zum achten Mal statt.

Ziele

Die Initiative unterstützt Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerkräfte bei der Auseinandersetzung mit sprachlicher und kultureller Vielfalt und fördert Chancengerechtigkeit, demokratische Prozesse sowie den Abbau von diskriminierenden Strukturen. Gleichzeitig wird die Umsetzung des Unterrichtsprinzips Interkulturelles Lernen verwirklicht und die Mehrsprachigkeit in Schulen gefördert.

Themen

In Projektarbeit werden alle Beteiligten – ausgehend von ihren individuellen Fähigkeiten und Potenzialen und anknüpfend an ihre außerschulischen Vorkenntnisse und Vorerfahrungen – dahingehend sensibilisiert, einen konstruktiven, innovativen und reflexiven Umgang in der Auseinandersetzung mit folgenden Themen zu pflegen:

  • Kennenlernen verschiedener Lebenswelten und Wertvorstellungen
  • Auseinandersetzung mit Rassismus und Förderung der Zivilcourage
  • Abbau von Vorurteilen und Mechanismen von Diskriminierung
  • Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Migration
  • Umgang mit sprachlicher und kultureller Vielfalt in der Klasse/Schule/Gesellschaft
  • Mehrsprachigkeit und Sprachaufmerksamkeit
  • Förderung der muttersprachlichen Kompetenz und der Zweisprachigkeit
  • Zusammenarbeit zwischen Eltern, SchülerInnen und LehrerInnen
  • Lernort Schule erweitern


Viele Schulen und Lehrerteams haben sich auf Grund von jahrelanger Praxis in mehrsprachigen Klassen ein entsprechendes Knowhow angeeignet, wie sie gemeinsam mit ihren SchülerInnen die Neugier an sprachlicher und kultureller Vielfalt wecken können.

Der Projektunterricht unterstützt dieses gemeinsame Reflektieren, Begreifen, Erleben und Mitgestalten kultureller Werte und ermöglicht die Entwicklung neuer schulischer Handlungsräume. Im Mittelpunkt der Projekte stehen nicht nur die Ergebnisse, sondern vor allem die (Arbeits)Prozesse und die Möglichkeit, diese zu reflektieren.

Die Initiative ermöglicht die Entwicklung schulstandortspezifischer Modelle unter Berücksichtigung der Lehrpläne und des Unterrichtsprinzips Interkulturelles Lernen und die Stärkung des muttersprachlichen Unterrichts an den Schulen. Durch die Zusammenarbeit mit externen ExpertInnen, KünstlerInnen, Institutionen und Projektpartnern sowie Eltern(vereinen) soll der Lernort Schule erweitert werden.

Die Initiative Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance! fördert innovative Impulse, berät LehrerInnen bei der Planung ihrer Vorhaben und unterstützt die Projektumsetzung ideell sowie finanziell. Sie ermöglicht die Vernetzung und Veröffentlichung von Erfahrungen. Die realisierten Projekte der letzten drei Schuljahre sind hier nachzulesen.

Fortbildungsseminare für LehrerInnen

Im Rahmen der Initiative Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance! bietet die Arbeitsstelle für Migration und Schule im BMBF zweimal jährlich bundesweite Seminare zum Thema Interkulturalität und Mehrsprachigkeit in der schulischen Praxis in Kooperation mit mehreren Pädagogischen Hochschulen und mit KulturKontakt Austria an. Diese Veranstaltungen dienen sowohl der Professionalisierung der teilnehmenden PädagogInnen als auch dem fachlichen Austausch der TeilnehmerInnen aus allen Bundesländern und Schularten.

An bisher elf Seminaren dieser Art haben über 800 Lehrkräfte aus ganz Österreich, darunter auch SchulleiterInnen und Lehrende an Pädagogischen Hochschulen, teilgenommen.

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