Kinder beim Mehrsprachigen Unterricht

Oft gefragt: Leistungsbeurteilung

Wie sind außerordentliche SchülerInnen zu beurteilen?

Die Leistungen von außerordentlichen SchülerInnen sind unter Berücksichtigung ihrer Sprachschwierigkeiten zu beurteilen (§ 18 Abs. 9 SchUG). Wenn die erforderlichen Leistungen nicht erbracht werden können, ist bei dem betreffenden Gegenstand der Vermerk „Nicht beurteilt“ anzubringen (vgl. § 22 Abs. 11 SchUG). Dies trifft vor allem auf Pflichtgegenstände „mit besonderer verbaler Komponente“ zu, während etwa in Bewegung und Sport oder in Werken, aber auch – bei entsprechenden Vorkenntnissen – in Englisch eine Beurteilung von Anfang an möglich sein sollte. Eine positive Deutschnote schließt nicht aus, dass in anderen (sprachlich oft sehr anspruchsvollen) Gegenständen nach wie vor keine Beurteilung erfolgt.

Dürfen außerordentliche SchülerInnen verbal beurteilt werden?

Wenn das Schulforum festlegt, dass gemäß § 18a SchUG bis einschließlich der 3. Schulstufe an Stelle der Beurteilung der Leistungen eine Information der Erziehungsberechtigten über die Lern- und Entwicklungssituation erfolgt, gilt das auch für außerordentliche SchülerInnen.

Wie sind ordentliche SchülerInnen mit noch mangelhafter Deutschkompetenz zu beurteilen? Können „Sprachschwierigkeiten“ auch bei ordentlichen SchülerInnen berücksichtigt werden?

Sobald eine Schülerin bzw. ein Schüler vom außerordentlichen in den ordentlichen Status übergeführt wurde, ist bei der Leistungsbeurteilung wie bei den anderen ordentlichen SchülerInnen vorzugehen (vgl. Leistungsbeurteilungsverordnung – LBVO).