Schüler lernt Türkisch
26.09.2017

Freiwilliges 10. Schuljahr für außerordentliche Schülerinnen und Schüler

Dem neugefassten § 32 Abs. 2a SchUG zufolge dürfen Schülerinnen und Schüler, die eine Hauptschule, eine Neue Mittelschule oder die Polytechnische Schule im 9. Schuljahr der allgemeinen Schulpflicht als außerordentliche Schülerinnen und Schüler besucht haben, nunmehr mit Zustimmung des Schulerhalters und mit Bewilligung der zuständigen Schulbehörde die genannten Schulen in einem freiwilligen 10. Schuljahr als außerordentliche oder ordentliche Schülerinnen und Schüler absolvieren. Es handelt sich dabei um  Schülerinnen und Schüler, die beispielsweise wegen mangelnder Sprachkenntnisse (Migrantinnen bzw. Migranten oder Fluchtlinge) nicht als ordentliche Schülerinnen und Schüler an z. B. einer Neuen Mittelschule aufgenommen werden konnten (§ 4 Abs. 2 lit. a SchUG).

§ 4 Abs. 5 SchUG zufolge ist die Aufnahme einer nicht schulpflichtigen Aufnahmsbewerberin bzw. eines nicht schulpflichtigen Aufnahmsbewerbers jedoch nur dann zulässig, wenn alle als ordentliche Schülerinnen bzw. Schüler in Betracht kommenden Aufnahmsbewerberinnen bzw. Aufnahmsbewerber aufgenommen worden sind. Zum Besuch einzelner Unterrichtsgegenstände durfen außerordentliche Schülerinnen und Schüler nur dann aufgenommen werden, wenn dadurch keine Klassenteilung erforderlich ist. Außerordentliche Schülerinnen und Schüler können daher nur in Klassen aufgenommen werden, in denen die Klassenschülerhöchstzahl noch nicht uberschritten wird.

Schülerinnen und Schüler, die die 9. Schulstufe an einer AHS-Oberstufe oder an einer BMHS verbracht haben, durfen die Polytechnische Schule nicht in einem „freiwilligen 10. Schuljahr“ besuchen.

Schülerinnen- und Schülerzahlenmeldung in den Stellenplananträgen fur APS:
Schülerinnen und Schüler im Sinne des § 32 Abs. 2a SchUG sind in den Datenmeldungen zum vorläufigen wie definitiven Stellenplanantrag in denjenigen Klassen zu berucksichtigen, welche tatsächlich besucht werden. Hierbei sind die außerordentlichen wie ordentlichen Schülerinnen und Schüler im freiwilligen 10. Schuljahr  getrennt nach Geschlecht auf der jeweiligen „Klassenschulstufe“, insofern der 9. Schulstufe, unter Beachtung aller weiteren fur die Datenmeldung geltenden Grundsätze, zu erfassen.

Auf das mit Schreiben vom 21.7.2017, ZI. BMB-17.100/0022-II/2017, ausgesandte Informationsschreiben „Reformen im Bereich der Polytechnischen Schule“ wird an dieser Stelle der Vollständigkeit halber verwiesen.


08.09.2017

Flüchtlingskinder und -jugendliche an österreichischen Schulen, dritte aktualisierte Auflage (6.9.2017)

Vom Zuzug asylsuchender Menschen ist auch das österreichische Schulwesen betroffen, da sich unter den Flüchtlingen zahlreiche schulpflichtige Kinder sowie (teilweise unbegleitete) minderjährige Jugendliche befinden. Die Broschüre „Flüchtlingskinder und -jugendliche an österreichischen Schulen“ stellte zu Beginn des Schuljahres 2015/16 eine willkommene Hilfe für Schulaufsicht, Schulen und Lehrkräfte sowie für alle anderen Interessierten dar.

Angesichts aktueller Entwicklungen und neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen liegt nun die 3. aktualisierte Auflage, die mit Rundschreiben Nr. 21/2017 bekanntgegeben wurde, vor. Die Publikation steht unter http://pubshop.bmbf.gv.at als PDF-Download zur Verfügung. Bei Bedarf kann die Broschüre auch im Publikationenshop des BMB unter http://pubshop.bmbf.gv.at/ angefordert werden (die Broschüre steht kostenlos zur Verfügung, für den Versand werden pro Sendung 2,18 Euro Manipulationsgebühr und die Portokosten verrechnet).


29.06.2017

Die Kompetenzstelle USB DaZ informiert

Die Kompetenzstelle USB DaZ des Bundeszentrums für Interkulturalität, Mehrsprachigkeit und Migration informiert Sie über das Förderdiagnoseinstrument USB DaZ (Unterrichtsbegleitenden Sprachstandsbeobachtung Deutsch als Zweitsprache) und dessen Anwendung in Sprachförderkursen sowie Sprachstartgruppen. Die Kompetenzstelle bündelt Entwicklungen zur Sprachförderung im Bereich DaZ und bietet Ihnen folgenden Service:

  • USB DaZ als Download
  • Informationen zum Einsatz von USB DaZ
  • Zusammenschau der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Sprachförderkurse/Sprachstartgruppen für außerordentliche SchülerInnen und gesetzlichen Grundlagen
  • Antworten auf häufig gestellte Fragen
  • Überblick zu Fort- und Weiterbildungsangebote für USB DaZ an Pädagogischen Hochschulen
  • Beispiele für Qualifizierungsangebote zu USB DaZ


Die Kompetenzstelle richtet sich an alle LehrerInnen, die SchülerInnen mit einer anderen Erstsprache als Deutsch unterrichten, DirektorInnen, Verantwortliche der Schulentwicklung, Lehrenden der Pädagogischen Hochschulen, LandesschulinspektorInnen und alle Interessierten.

Sie erreichen die Kompetenzstelle USB DaZ per E-Mail unter kompetenzstelle@bimm.at sowie Montag und Mittwoch von 9.00 bis 12.30 Uhr unter der Telefonnummer 0316/8067-5103.


29.06.2017

USB PluS – Unterrichtsbegleitende Sprachstandsbeobachtung, Profilanalysen und Sprachförderung

Der Erwerb bzw. die Kenntnis der Unterrichts- und Bildungssprache Deutsch stellt die Grundlage für die Beteiligung an allen Bildungsprozessen dar und bildet damit eine wesentliche Voraussetzung für Schulerfolg und spätere Integration in den Arbeitsmarkt sowie für die Teilhabe am politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Österreich.

Das Bundesministerium für Bildung hat daher das BIFIE mit der Entwicklung eines förderdiagnostisch ausgerichteten Instruments zur Sprachstandsdiagnose in der Grundschule – USB PluS (Unterrichtsbegleitende Sprachstandsbeobachtung, Profilanalysen und Sprachförderung) – beauftragt.

USB PluS dient der Feststellung und Förderung der mündlichen Kompetenz aller Schülerinnen und Schüler der Grundstufe I in der Unterrichtssprache Deutsch. Mittels einer Profilanalyse werden Kompetenzprofile für die Schülerinnen und Schüler erstellt. Auf Basis dieser Ergebnisse werden schließlich Anregungen und Materialien zur Sprachbildung und -förderung angeboten. Mittelfristig sieht das BMB den flächendeckenden Einsatz von USB PluS vor. Es bedarf daher einer schrittweisen Qualifizierung der Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen.

Hier finden Sie den Erlass zu USB PluS, sowie ein ausführliches Informationsblatt und eine Gegenüberstellung von USB PluS und USB DaZ:


21.06.2017

4. bundesweiter Lehrgang „Muttersprachlicher Unterricht: Erstsprachen unterrichten im Kontext von Migration“ an der PH Wien

Am 3. Juli 2017 startet der 4. bundesweite Lehrgang „Muttersprachlicher Unterricht: Erstsprachen unterrichten im Kontext von Migration“. Der mit großem Intesse angenommene Lehrgang wurde 2012 vom ehemaligen Referat für Migration und Schule im BMB ins Leben gerufen und kehrt nun wieder an die Pädagogische Hochschule Wien zurück, da weit mehr als die Hälfte der in Betracht kommenden Lehrkräfte in Wien tätig sind.

Der Lehrgang verfolgt als Ziel die weitere Professionalisierung des muttersprachlichen Unterrichts und eine optimale Qualifizierung der muttersprachlichen Lehrkräfte in ganz Österreich. Die Sprachen der Lernenden sollen in der Schule Platz haben und sich dort entfalten dürfen. Um dies zu ermöglichen, verfolgt der Unterricht in Migrationssprachen das Ziel, die Familiensprachen der Schülerinnen und Schüler in Wort und Schrift weiterzuentwickeln. Kompetente Lehrkräfte sind dafür eine unerlässliche Voraussetzung.

Gezielt eingesetzter muttersprachlicher Unterricht, der seit 1992 Teil des össterreichischen Regelschulwesens ist, steht insbesondere nach den Fluchtbewegungen im Sommer 2015 vor neuen Herausforderungen: Muttersprachlicher Unterricht wird als Migrationssprachenunterricht verstanden, der die Erstsprachen der Schülerinnen und Schüler umfasst. Insgesamt werden derzeit bundesweit 26 Sprachen im Rahmen des muttersprachlichen Unterrichts angeboten.


20.06.2017

Seminar Interkulturalität und Mehrsprachigkeit in der schulischen Praxis

Das 16. bundesweite Seminar Interkulturalität und Mehrsprachigkeit in der schulischen Praxis findet am 13. und 14. Oktober 2017 in Innsbruck statt. Die Anmeldung ist nur mehr bis zum 30.6.2017 möglich!

Ort:
SOS-Kinderdorf Hermann-Gmeiner-Akademie
Hermann-Gmeiner-Straße 51
6020 Innsbruck

Zeit:
Freitag, 13. 10. 2017, 13.30–18.30 Uhr und
Samstag, 14. 10. 2017, 9.00–16.30 Uhr


07.06.2017

Kostenlose Wörterbücher

Auf Grund der enormen Nachfrage kann nur mehr folgender Titel über das BMB bezogen werden:

  • Basiswörterbuch Tschetschenisch – Deutsch, Deutsch – Tschetschenisch


Ein Wörterbuch für Tschetschenisch steht zudem online zur Verfügung.

Wie Sie trotzdem zu Wörterbüchern (auch in anderen Sprachen) kommen, erfahren Sie hier.

Eine Zusammenstellung verschiedener zweisprachiger (Bild-)Wörterbücher für zahlreiche schulisch relevante Sprachen (aus der Schulbuchliste und andere) finden Sie hier. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, aber soll Ihnen die Auswahl geeigneter Wörterbücher für Ihre Zielgruppe erleichtern. Falls Ihnen andere Titel bekannt sind, die Sie weiterempfehlen wollen, teilen Sie uns diese bitte mit.

Bitte richten Sie Ihre Bestellungen an barbara.wohlauf@bmb.gv.at und vergessen Sie nicht, die Postadresse der Schule anzugeben.


03.05.2017

Produktiver Umgang mit Mehrsprachigkeit im Alltag von Kindern (PUMA)-Faltplakat „Meine Sprachen“

Das Österreichische Sprachen-Kompetenz-Zentrum hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung ein Faltplakat in folgenden Sprachen herausgegeben:

  • Deutsch
  • Albanisch
  • Burgenland-Kroatisch
  • Bosnisch/Kroatisch/Serbisch
  • Romanes
  • Slowenisch
  • Türkisch
  • Ungarisch
  • andere Sprachen mit leeren Sprechblasen zum selbst Befüllen

   
Sprache ist im Leben jedes Menschen entscheidend. Dieses Plakat soll in spielerischer Form die Integration in der Schule und im Kindergarten fördern. Sprachliche Fortschritte zu beobachten ist nicht nur für LehrerInnen und Eltern spannend, sondern auch für die Kinder selbst.

Das Faltplakat kann jeweils in zwei Varianten in A2-Format und in A3-Format beim Österreichischen Sprachen-Kompetenz-Zentrum unter weitzer@oesz.at kostenlos anfordert werden.


03.05.2017

Neu! Publikation „Flucht. Asyl. Integration. Basisinformationen für den Bildungsbereich“

Die Themen Flucht, Asyl und Integration sind durch die noch immer andauernden Fluchtbewegungen nach wie vor präsent. Das BMB, Abteilung Schulpsychologie, hat deshalb mit Hilfe von Fachexperten aus den Bereichen Asyl- und Fremdenrecht, Schulrecht, Psychologie und Freizeitpädagogik eine umfangreiche Broschüre „Flucht. Asyl. Integration. Basisinformation für den Bildungsbereich“ herausgegeben. Diese soll eine Hilfestellung für geflüchtete Kinder und Jugendliche, Schulaufsicht, Schulen, Lehrkräfte und sonstige Interessierte sein.

Die Broschüre kann unter hier kostenlos heruntergeladen werden.


10.04.2017

Neu! Informationsblatt Nr. 5

Die aktuelle Ausgabe des Informationsblattes Nr. 5 (Der muttersprachliche Unterricht in Österreich. Statistische Auswertung für das Schuljahr 2015/16) steht zum Download bereit. Die Printausgabe kann – wie alle anderen Nummern der Informationsblätter – bei der Abteilung für Diversitäts- und Sprachenpolitik, Minderheitenschulwesen und Schulpartnerschaft auch in größerer Stückzahl kostenlos angefordert werden.


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