Soziales und interkulturelles Lernen

Seit dem Schuljahr 2012/13 wird an unserer Schule, dem GRG 3, Radetzkystraße 2a in Wien, in allen dritten Klassen (7. Schulstufe) soziales und interkulturelles Lernen unterrichtet.

Von Mag. Martha Bernardi und Mag. Elisabeth Trummer

SchülerInnen beim interkulturellen Lernen

Der Pflichtgegenstand wird einstündig geführt und ist aufgrund einer schulautonomen Werteinheitenverschiebung möglich geworden. Unsere Schule ist in Bezug auf die Zusammensetzung der SchülerInnen stark durchmischt, was die Herkunft und/oder die Religionszugehörigkeit betrifft. Um die kulturelle Vielfalt zu thematisieren und die SchülerInnen in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen, erschien uns die Einführung dieses Gegenstands sinnvoll.

Ziele des Unterrichts

Die Ziele des Unterrichts sind vielfältig, angesprochene Themen sind beispielsweise:

  • Kulturbegriff, meist am Beispiel der Esskultur veranschaulicht
  • Sprache und Kommunikation: Als voXmi-Schule (voXmi steht für „Voneinander und miteinander Sprachen lernen und erleben”, vgl. www.voxmi.at) arbeiten wir in dieser Unterrichtsphase mit der Kollegin, die als voXmi-Lehrerin ausgebildet ist, zusammen.
  • Familie
  • genderrelevante Themen
  • Vorurteile, Diskriminierung, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit
  • Migration
  • klasseninterne Themen; Themen, die sich aus aktuellen Anlässen ergeben


Grundsätzlich gilt: „Zum sozialen und interkulturellen Lernen gehört es, Gemeinsames und Trennendes zwischen Menschen verschiedener Lebenswelten wahrzunehmen und als Basis von Solidarität untereinander zu erkennen und zu nutzen.“ (Lehrplan 2012).

Die Auseinandersetzung mit diesen Themen soll die Klassengemeinschaft der SchülerInnen stärken sowie Respekt und einen konstruktiven Umgang mit Konflikten fördern.

Erlebniswelt der SchülerInnen

Die gewählten Themen orientieren sich an der Erlebniswelt der SchülerInnen und ermöglichen eine offene Auseinandersetzung mit ihren alltäglichen Beobachtungen im Privaten und in der Öffentlichkeit.

Zitat Adnan H., 3c Klasse:

„Ich habe gelernt, dass man mit Leuten kommunizieren muss, um Streit oder Ähnliches zu klären und nur so seinen Partner besser kennen lernt. […] Nebenbei habe ich gelernt, wer ich eigentlich bin.