„Gut besucht auch in diesem Schuljahr“

Die jährliche Minimesse des Sprachförderzentrums des Stadtschulrats für Wien.

Interview: Thomas Aistleitner

V. l. n. r.: Bezirksschulinspektor OSR Martin Kirchmayer, Volksschuldirektorin Elisabeth Kutzer, BSI Mag. Manfred Pinterits, Koordinatorin der MuttersprachenlehrerInnen Dženita Özcan, M.A.
Bezirksschulinspektor OSR Martin Kirchmayer, Volksschuldirektorin Elisabeth Kutzer, Bezirksschulinspektor Mag. Manfred Pinterits, Koordinatorin der MuttersprachenlehrerInnen Dženita Özcan, M.A.

Das Sprachförderzentrum Wien ist ein Referat des Stadtschulrats für Wien (SSR), das sich seit dem Jahr 2006 unter der Leitung von Bezirksschulinspektor Mag. Manfred Pinterits mit Fragen der Sprachförderkurse in Deutsch als Zweitsprache und des muttersprachlichen Unterrichts im Pflichtschulbereich befasst. Die Aufgabenbereiche ergeben sich aus dem Ziel, die Zwei- und Mehrsprachigkeit der im Migrationskontext aufwachsenden Kinder als eine individuelle und gesellschaftliche Ressource, die es zu fördern gilt, zu sehen. Unter diesem Gesichtspunkt werden im Sprachförderzentrum regelmäßig Veranstaltungen angeboten. Die jährliche „Minimesse“ ist eine davon, sie wird zunehmend als ein beliebter Treffpunkt für Interessierte an Unterrichtsmedien zur Förderung des Deutschen als Zweitsprache sowie des muttersprachlichen Unterrichts gesehen.

Dženita Özcan, Mitarbeiterin des Sprachförderzentrums des SSR für Wien, im Interview über die Entwicklung und die Ziele der Minimesse.

Was sind die Ziele der Minimesse?

Dženita Özcan: Diese Veranstaltung hat zum einen die Form einer kleinen Messe, deren Angebote ganz gezielt an die muttersprachlichen LehrerInnen sowie LehrerInnen, die Deutsch als Zweitsprache an den Volks- und Mittelschulen unterrichten, gerichtet werden. In diesem Schuljahr hatten die BesucherInnen Gelegenheit, das aktuelle Repertoire von acht vertretenen Verlagen kennenzulernen. Der Austausch, der in diesem Rahmen auf unterschiedlichen Ebenen stattfindet, wirkt sich nicht nur auf die LehrerInnen und ihre Erfahrungen mit Unterrichtsmaterialien bereichernd aus, sondern bietet auch den Verlagen die Möglichkeit, den Bedarf der PraktikerInnen zu erkennen und dementsprechend ihr Angebot zu aktualisieren.

Darüber hinaus können bei der Veranstaltung Einrichtungen und Initiativen kennengelernt werden, die in ihrem Arbeitsfeld das Thema Diversität im schulischen Kontext aufgreifen. So wurde bei der „Minimesse“ z. B. von der Arbeiterkammer Wien die mehrsprachige „Eltern-DVD“ zur Berufsorientierung präsentiert; die MA17 informierte zum Projekt „Muttersprachliche LesepatInnen“ ; die Büchereien Wien stellten ihre „mehrsprachigen Leseboxen“ vor; und vieles anderes mehr.

Wie viele BesucherInnen waren heuer da?

Die „Minimesse“ fand heuer bereits zum vierten Mal statt und verzeichnete wieder einen Anstieg der Besucherzahl. Wir freuten uns, rund 200 Personen aus unterschiedlichen Bereichen (Schule, Stadtschulrat, Universität, Pädagogische Hochschule, Bundesministerium für Bildung und Frauen, NGOs …) bei dieser Veranstaltung im Sprachförderzentrum begrüßen zu können.

Warum findet die Messe im Februar statt?

Wir haben die „Minimesse“ ganz bewusst unmittelbar vor dem Haupttermin der Schulbuchbestellung angesetzt, um den Lehrern und Lehrerinnen die Gelegenheit zu bieten, diverse Unterrichtsmaterialien kennenzulernen.

Wie hat sich das Angebot mit den Jahren entwickelt?

Zu Beginn waren bei der „Minimesse“ ausschließlich größere Verlage vertreten. Jahr für Jahr sind weitere – auch kleinere – Verlage und Institutionen hinzugekommen. Die Auswahl der Aussteller orientiert sich am Interesse der Pädagogen und Pädagoginnen und an der Aktualität der Themen, die für interkulturelle und mehrsprachige Begegnungen im schulischen Rahmen relevant sind.