Das Potenzial an Sprachen und Kulturen entdecken

Von: Elisabeth Meixner

Abschlussveranstaltung der Initiative „Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance! im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur.

Eines der sieben Projektteams mit Bundesministerin Schmied
SchülerInnen mit Bundesministerin Schmied

Spannende Ausdrucksformen für sprachliche Identität und kulturelle Vielfalt fanden mehr als 4.340 Kinder und Jugendliche aus ganz Österreich, die im Schuljahr 2012/13 an der Initiative „Interkulturalität und Mehrsprachigkeit – eine Chance!” teilnahmen. Die Schüler/innen setzten ihre Ideen in Tanz- und Theaterstücken, (Trick-)Filmen und Radiosendungen um, produzierten Kunsthandwerk, Bücher oder Architektur, veranstalteten Diskussionsrunden und Sozialprojekte oder beteiligten sich an Workshops, etwa zum Thema „Menschenrechte“.

Die Initiative

Ziel der Initiative ist es, das Potenzial der Mehrsprachigkeit zu fördern und die Auseinandersetzung mit kultureller Vielfalt im eigenen Lebensumfeld zu unterstützen. Dabei wird auch das Unterrichtsprinzip „Interkulturelles Lernen“ gestärkt. Die österreichweite Initiative ist ein Projekt des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur im Rahmen von Kunst macht Schule. KulturKontakt Austria begleitet sie konzeptionell, beratend und organisatorisch. Bereits zum siebenten Mal fand die Initiative für alle Schularten und Altersstufen statt. Aus 115 Konzepteinreichungen wählte eine Fachjury 76 förderungswürdige Projekte aus.

Bei der Abschlussveranstaltung am 23. September 2013 in Anwesenheit von Frau Bundesministerin Dr. Claudia Schmied gaben sieben Projektteams Einblicke in ein breites Spektrum an Produktivität, Meinungen und kreativem Ausdruck.

In ihren Projekten zeigten sie einen Querschnitt an Originalität und Engagement, die in allen Arbeiten zu finden sind:

  • Einen öffentlichen Kommunikationsraum als Stadtoase mit Sitzlandschaften aus gebrauchten Möbeln sowie Pflanzen gestalteten die Schüler/innen des Islamischen Gymnasiums Wien nach Vorbild der internationalen Parking Days.
  • Was bedeutet mein Name? Woher stammt er? Schüler/innen der Daniel Gran Volksschule II in St. Pölten setzten ihre Namen anhand verschiedener Techniken in künstlerische Formen um.
  • Schelmengeschichten von Nasreddin Hodscha und Till Eulenspiegel stellte die Neue Mittelschule Schopenhauerstraße in Wien als Schattentheater dar.
  • Das Projekt „Meine Heimat, deine Heimat, unsere Heimat“ der Polytechnischen Schule Graz hatte zum Ziel, jungen Menschen mit Migrationshintergrund zu helfen, einen Platz in der neuen Gemeinschaft zu finden und Identität zu entwickeln.
  • Neugierig, wissbegierig, offen sein: Rap in türkischer und deutscher Sprache texteten, komponierten und sangen Jugendliche der Berufsschule Castelligasse in Wien.
  • Ungarische und österreichische Volkstänze präsentierten die Kinder der Volksschulen Rechnitz und Szombathely.
  • Mit der Methode des „Kreativen Dramas“ fanden Schüler/innen der Wiener Mittelschule Anton Baumgartner Straße in ihrem Projekt „Ich lerne mich kennen“ Ausdruck für ein „Ich“ und ein „Du.