2. Allgemeine Kurzinformation zur Sprache

Das ungarische Alphabet, ein modifiziertes lateinisches Alphabet, weist folgende Digraphe auf: sz, cs, zs, ty, gy und ny. Die Vokallänge wird durch einen oder zwei Akute angezeigt: á, é, í, ó, ú, ő, ű; die kurzen Vokale a, e, i, o, u, ö, ü tragen keine Akute. Die Betonung liegt auf dem ersten Vokal eines Wortes.

Das Ungarische ist, wie bereits erwähnt, eine agglutinierende Sprache. An ein Wort werden ein oder mehrere Suffixe angehängt. Die meisten Suffixe folgen den Gesetzen der Vokalharmonie. An das Substantivwerden verschiedene Suffixe angehängt, um den Kasus zu markieren; daneben gibt es zwölf verschiedene Possessivsuffixe, z. B. zsebem, „meine Tasche“; zsebeim, „meine Taschen“; zsebembe, „in meine Tasche“. Das Verbkann nicht nur Person, Numerus, Tempus und Modus anzeigen, sondern auch die Aktionsart und die An- oder Abwesenheit eines Objekts (olvasok, „ich lese“; olvasom, „ich lese es“; olvasnál, „du würdest lesen“; olvasnád, „du würdest es lesen“).

Im Ungarischen gibt es kein grammatikalisches Geschlecht. Der bestimmte Artikel selbst wird einfach mit „a/az“ (der/die/das) realisiert, wobei „az“ nur bei Hauptwörtern steht, die mit Vokalen beginnen. Der unbestimmte Artikel hingegen besteht nur aus „egy“ (ein/eine/ein).

Auch der Aufbau eines Satzes ist in Ungarisch relativ einfach: Die einzelnen Elemente können an (beinahe) jeder Stelle im Satz stehen, ohne dass der Satz seine Bedeutung ändern würde.

2.1 Textprobe

Sprichwort: 

Ajándék lónak ne nézd a fogát
wörtlich: Schau nicht auf die Zähne eines geschenkten Pferdes.
(Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul.)

Wortspiel / Palindrom
Ein Palindrom (von griechisch palíndromos „rückwärts laufend“) ist eine Zeichenkette, die von vorn und von hinten gelesen gleich bleibt, z. B.
A rámám ára – der Preis meines (Bilder)Rahmens

Zungenbrecher
Öt török ördög öt görög ördögöt dögönyöz örökös örömök között. Föld bömböl, döbörög, ördögökhöz könyörög.

Frei übersetzt: Fünf türkische Teufel schlagen freudig fünf griechische Teufel. Die Erde bebt, fleht die Teufel an.

2.2 Schrift und Aussprache

Das ungarische Alphabet
Das ungarische Alphabe hat 44 Buchstaben, wobei Q, W, X und Y nur in Fremdwörtern vorkommen und deswegen früher nicht zum Alphabet mitgezählt wurden.

Kleinbuchstaben:
a á b c cs d dz dzs e é f g gy h i í j k l ly m n ny o ó ö ő p q r s sz t ty u ú ü ű v w x y z zs

Großbuchstaben:
A Á B C Cs D Dz Dzs E É F G Gy H I Í J K L Ly M N Ny O Ó Ö Ő P Q R S Sz T Ty U Ú Ü Ű V W X Y Z Zs

Laute mit vom Deutschen abweichender Aussprache:


A, a: entspricht dem Eingangslaut der deutschen Zwielaute eu bzw. äu, etwa in „Eule“, „Häuser“, „Leute“. Beispiel: ablak – das Fenster
Á, á: entspricht einem langen deutschen a, wie in den Wörtern „Haare“, „fahren“, „tragen“. Beispiel: tábla – die Tafel
C, c: Das c übernimmt im Ungarischen die Rolle, die im Deutschen das z innehat. Beispiel: cica – Kätzchen
Cs, cs: Das cs steht im Ungarischen für jenen Laut, der im Deutschen mit tsch oder zsch oder gar tzsch umschrieben wird. Beispiel: Csaba, Csilla – ungarische Namen
Dz, dz: stellt die stimmhafte Variante des c dar, also ein stimmhaftes dz. Beispiel: edzeni – trainieren
Dzs, dzs: Der einzige Laut (ein stimmhaftes dsch) im Ungarischen, der aus drei Zeichen besteht, hat im Deutschen keine Entsprechung. Beispiel: lándzsa – die Lanze
E, e: Das e wird offen, tief und kurz ausgesprochen, wie in den Worten „Herr“ oder „Ärmster“. Beispiel: Emil
É, é: Dieser Buchstabe entspricht einem langen „e“, wie in „lebt“ oder „See“, ungarisches Beispiel: kép – das Bild
Gy, gy: etwa wie „dj“, wie im Wort magyar – Ungar
Í, í: wird als langes i ausgesprochen, wie in den Wörtern „ihr“ und „sieht“. Beispiel: hír – die Nachricht
Ly, ly: Es existieren im Ungarischen zwei Schreibweisen für den j-Laut: „j“ und „ly“, wobei diese nicht beliebig austauschbar sind. Die Aussprache entspricht dem deutschen j. Beispiel: lyuk – das Loch
Ny, ny: Ausgesprochen wird das ny etwa so, wie im Deutschen ein nj gelesen würde bzw. das gn im französischen Wort Cognac. Beispiel: nyak – der Hals
Ó, ó: lang gesprochenes o, wie in „Sohn“ oder „Boot“. Beispiel: ló – das Pferd
Ő,ő: Das ő entspricht einem langen deutschen ö, etwa dem in Öl, Köhler oder Lösung. Beispiel: őt – ihn, sie, es (Akkusativ)
S, s: Im Ungarischen entspricht das s dem deutschen sch-Laut. Beispiel: só = das Salz
Sz, sz: Das sz im Ungarischen steht für den stimmlosen s-Laut. Beispiel: szép – schön
Ty, ty: Die Aussprache kann mit tj verglichen werden. Beispiel: tyúk – das Huhn
Ú, ú: langes u, wie in den deutschen Wörter „gut“, „rufen“ oder „fluchen“
Ű, ű: langes ü, wie in den deutschen Wörtern „früh“, „genügsam“. Beispiele: tű – die Nadel, mű – das Werk
V, v: Entspricht dem deutschen w-Laut. Beispiel: virág – die Blume
Z, z: Das z ist die stimmhafte Variante zum sz, also ein stimmhaftes s. Beispiele: zene – die Musik, Zoltán – männlicher Vorname
Zs, zs: Dem letzten Buchstaben im ungarischen Alphabet ist ein Laut zugeordnet, den es so im Deutschen nur in Fremdwörtern gibt. Er entspricht der stimmhaften Variante des sch-Lautes. Beispiele: „Journal“, „beige“ oder „orange“. Beispiele: zsemle – Semmel, Ázsia – Asien
Betont wird immer die erste Silbe.

2.3 Besonderheiten aus der Grammatik

Die Sprache kommt ohne vorgeschriebenen Satzbau aus. Es existieren weder ein grammatisches Geschlecht noch Präpositionen und nur wenige Hilfsverben. In der ungarischen Sprache gibt es nur jeweils eine Form der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

Bis auf die Eigennamen wird alles klein geschrieben.

Wortbildung

Hauptwörter und Verben stehen einander als grammatische Kategorien näher als in anderen Sprachen. Mit zahlreichen unterschiedlichen Suffixen werden gleichermaßen von Nomina und Verben abgeleitete neue Wörter gebildet. Die syntaktischen Formen werden ebenfalls durch Endungen angezeigt. Die ungarische Sprache wird daher eine agglutinierende Sprache genannt.

Vokalharmonie

Die Melodik des Ungarischen ergibt sich durch die Vokalharmonie. Man unterscheidet zwei Gruppen von Selbstlauten: dunkle Vokale und helle Vokale.

Die Gruppe der dunklen Vokale:

I.     a, á     o, ó    u, ú

Die Gruppe der hellen Vokale:

II.    e, é    i, í     ö, ő     ü, ű

Entscheidend bei der Hinzufügung einer Endung ist in den meisten Fällen der Selbstlaut der letzten Silbe des Wortes. Meistens, aber nicht immer. Denn auch bei den Selbstlauten gibt es Ausnahmen und diese sind:    é, i und í. Kommen diese drei Selbstlaute in der letzten Silbe vor, entscheidet der Selbstaut der vorletzten Silbe über die Endung.

Man muß also die Endung aus der gleichen Gruppe wählen: dunklen Vokal mit dunklem Vokal, hellen Vokal mit hellem Vokal.

Beispiele:

házam = mein Haus, die Endung „-am” steht für Besitz und ist in diesem Fall aus der Gruppe der dunklen Vokale:

kertem = mein Garten, die Endung „-em” steht für Besitz und ist in diesem Fall aus der Gruppe der hellen Vokale:

Beispiele für die erwähnten Ausnahmen:

Marival – mit Mari
Ferivel – mit Feri

Die Fälle und die Wortendungen

Das Ungarische kennt u. a. folgende Fälle: Nominativ (alany eset), Akkusativ (tárgy eset), Dativ (részes eset), Possessiv (birtokos eset), Instrumental, Final, Transformativ, Superessiv, Sublativ, Delativ, Inessiv, Elativ, Illativ, Adessiv, Allativ.

Am einfachsten ist der Akkusativ mit der Endung -t erkennbar, z. B. bei dem Gruß:

Jó reggelt! Guten Morgen!

Die Wortendungen (-ban = im, -ig = bis, -on = auf, -ra = auf) sind an das Wort angehängte Präpositionen, also Postpositionen.

Auch das Subjekt in einem Satz kann u. U. eine Endung erhalten:
A férfi autója szép = Das Auto des Mannes ist schön.

Besonderheit: Die besitzanzeigende Endung -ja hängt hier am Besitz, nicht am Besitzer.

Personalpronomen

ichén
dute
er, sie, eső
wirmi
ihrti
sieők
Sie (Höflichkeitsform) sing.Ön
Sie (Höflichkeitsform) plur.Önök

Das Zeitwort (Verb)

Personalpronomen werden nur benutzt, um die Person besonders hervorzuheben. Ansonsten wird nur das konjugierte Verb benutzt, da aus der entsprechenden Endung die Person eindeutig hervorgeht, z. B.:

ülni = sitzen: ülök = ich sitze, ül = er/sie/es sitzt, ülünk = wir sitzen

látni = sehen: látok = ich sehe (etwas), látsz = du siehst (etwas), látunk = wir sehen (etwas)

Man bezeichnet dies als unbestimmte Konjugation. Daneben gibt es noch die bestimmte Konjugation:

látni (sehen): látom = ich sehe es, látod = du siehst es, látjuk = wir sehen es

Diese wird benutzt, wenn das Objekt im Satz (eindeutig) bestimmten Charakter hat, kann aber nur bei zielenden (transitiven) Verben gebildet werden.

ülni = sitzen
ist intransitiv, ebenso z. B. die Verben „menni“ = gehen, „szaladni“ = laufen, „maradni“ = bleiben

Beispiele für die bestimmte und unbestimmte Konjugation:

kérni = bitten, verlangen

bestimmte Konjugationunbestimmte Konjugation
kéremich bitte (dar)umkérekich bitte
kéreddu bittest (dar)umkérszdu bittest
kérier bittet (dar)umkérer bittet
kérjükwir bitten (dar)umkérünkwir bitten
kéritekihr bittet (dar)umkértekihr bittet
kériksie bitten (dar)umkérneksie bitten

Im Satz:

Kérek egy kávét: Bitte einen Kaffee (egy = ein/eine, hier als unbestimmter Artikel)
Kérem a kávét: Bitte den Kaffee (a = den, hier als bestimmter Artikel)

menni = gehen
megyek – ich gehe, mész – du gehst, megy – er/sie/es geht
megyünk – wir gehen, mentek – ihr geht, mennek – sie gehen

Die ik-Verben

Eine ganze Reihe von Verben sind in der 3. Person Einzahl nicht ohne Endung, sondern erhalten die Endung -ik. Man bezeichnet diese Verben daher auch als ikes igék – die ik-Verben.

Die Wortstämme dieser Verben enden zumeist auf Zischlaute, also -s, -z, -sz oder -zs.

játszanijátszikspielener/sie spielt
dolgoznidolgozikarbeitener/sie arbeitet
aludnialszikschlafener/sie schläft
laknilakikwohnener/sie wohnt
ennieszikessener/sie isst
inniisziktrinkener/sie trinkt

Das Verb van = sein / Konjugation

(én) vagyokich bin
(te) vagydu bist
(ő) vaner/sie/es ist
(mi) vagyunkwir sind
(ti) vagytokihr seid
(ők) vannaksie sind

Das Verb „haben“ wird als durch Kombination des Besitzverhältnisses mit dem Verb „sein“ ausgedrückt:

z. B.: Nekem van = ich habe (wörtlich: Mir gehört ...)

Die Verneinung des Seins

Nem vagyok itt.Ich bin nicht hier.
Nem vagy itt.Du bist nicht hier.
Nincs itt.Er/sie/es ist nicht hier.
Nem vagyunk itt.Wir sind nicht hier.
Nem vagytok itt.Ihr seid nicht hier.
Nincsenek itt.Sie sind nicht hier.

Gewöhnlich werden Aussagen also durch nem verneint. Nem entspricht unserem deutschen „nein“, aber auch „nicht“ und „kein“.

Für die Verneinung nem + van bzw. nem + vannak  (nicht sein/nicht haben) existieren in der 3. Person EZ und MZ eigene Formen: nincs bzw. nincsenek. Sonst erfolgt die Verneinung einfach durch nem.

Ein paar Beispiele für aussagende und verneinende Sätze:

Orvos vagyok. – Nem vagyok orvos.Ich bin Arzt. – Ich bin kein Arzt.
Ott van telefon. – Ott nincs telefon.Dort gibt es ein Telefon. – Dort gibt es kein Telefon.
Diákok vagytok. – Nem vagytok diákok.Ihr seid Studenten. – Ihr seid keine Studenten.
A gyerekek itt vannak. – A gyerekek nincsenek itt.Die Kinder sind hier. – Die Kinder sind nicht hier.

Im Ungarischen wird oft die doppelte Negation verwendet:

Nem látok semmit. Ich sehe nichts.
Itt nincs senki. Niemand ist da.
Nem vettem semmit. Ich habe nichts gekauft.

Die Bildung der Mehrzahl

Diese ist im Ungarischen recht einfach. An das entsprechende Substantiv wird das Suffix -k angefügt. Schwieriger ist es, den oft der Aussprache halber notwendigen richtigen Bindevokal zu finden, der sich aus der Vokalharmonie ergibt:

könyv – könyvek (das Buch – die Bücher)
gyerek – gyerekek (das Kind – die Kinder)
asztal – asztalok (der Tisch – die Tische)
madár – madarak (der Vogel – die Vögel)

Auf den Vokal a oder o im Stammwort folgt o oder a.
Auf ö, e, é, ü folgt e bzw. é.
Auf i folgt e bzw. é oder o bzw. a.

Steht das Wort im Possessiv (meine Häuser, meine Kinder), wird der Plural durch ein eingeschobenes „i“ ausgedrückt.

ház = Haus, házam = mein Haus, házaim = meine Häuser
gyerek = Kind, gyerekem = mein Kind, gyerekeim = meine Kinder

Die Artikel

Es gibt sowohl bestimmte als auch unbestimmte Artikel.

Bei den bestimmten Artikeln unterscheidet man zwischen a und az. „A“ kommt zum Einsatz, wenn das Folgewort mit einem Konsonanten beginnt, „az“ wird bei einem vokalischen Anlaut des Folgewortes verwendet.

Der unbestimmte Artikel lautet egy. Im Gegensatz zum Deutschen wird er wesentlich seltener verwendet, in der Regel nur, um den entsprechenden Gegenstand oder Sachverhalt hervorzuheben.

Die Artikel sind unveränderlich, da es in der ungarischen Sprache keine grammatikalischen Geschlechter gibt. „Ő és én“ kann also heißen „er und ich“, „sie und ich“ oder „es und ich“.

Suffixe

Hier ein Beispiel für den großen (grammatikalischen) Unterschied zwischen Deutsch und Ungarisch: Während im Deutschen „mit unserer Ungerechtigkeit“ gesagt wird, heißt das ungarische Wort „igazságtalanságunkkal“.

igaz / ság / talan / ság / unk / kal

„igaz“ bedeutet „wahr“, „richtig“, „echt“ – ein Adjektiv.

„-ság“ ist ein Suffix, das substantivierend wirkt. Ähnlich wie im Deutschen „-heit“, „-keit“, „-schaft“ oder „-ung“.

„Wahrheit“ oder „Recht“ heißt also auf Ungarisch „igazság“.

„-talan“ an ein Substantiv angehängt drückt ein Nicht-Vorhandensein desselben aus und bildet ein Adjektiv. Man könnte es in diesem Fall mit dem deutschen Präfix „un-“ gleichsetzen; „igazságtalan“ steht also für „ungerecht“.

„-ság“, siehe oben. Es wird wiederum benötigt, um aus dem abgeleiteten Adjektiv das entsprechende Substantiv zu formen, also steht „igazságtalanság“ für „Ungerechtigkeit“.

„-unk“ ist ein sogenanntes Besitzzeichen – oder Possessivmorphem –, welches dem deutschen Wort „unser(e)“ entspricht. „igazságtalanságunk“ ist also „unsere Ungerechtigkeit“.

„-kal“ ist eine auf Grund des vorangegangenen Wortes modifizierte Form jenes Suffixes, welches der deutschen Präposition „mit“ entspricht.

Einige Fälle und Endungen:

NameSuffixBeispielErklärung
NominativØházdas Haus
Dativ-nak/-nekháznakHaus
AkkusativtházatHaus
Instrumental-Komitativ-val/-velházzaldem Haus
Kausal – Final-értházértfür das Haus
Terminativ-igházigzum Haus

Bei den Suffixen mit einem v am Suffixbeginn verschmilzt das v mit dem letzten Konsonanten des Substantivstammes und geminiert (verdoppelt) ihn. Beispiel: aus házval wird házzal.

Da es keinen Genitiv im eigentlichen Sinne gibt, wird das Besitzverhältnis durch Suffixe ausgedrückt, die dem Besitz und manchmal auch dem Besitzer angehängt werden. Dafür gibt es im Ungarischen zwei Konstruktionen: a tanító autója („der Lehrer sein Auto“ – hier bekommt nur der Besitz ein Suffix) oder a tanítónak az autója („dem Lehrer sein Auto“ – eine Formulierung, die auch in deutschen Dialekten vorhanden ist – sowohl der Besitzer als auch der Besitz bekommen ein Suffix). Beide Formen werden gebraucht, obwohl die erste, einfachere Form stilistisch oft besser klingt. Die zweite Variante betont das Besitzverhältnis stärker und ist oft unerlässlich, wenn der Ausdruck sonst unklar wäre.

Die räumlichen Verhältnisse, die das Ungarische mit Hilfe der folgenden neun Lokalkasus bezeichnet, werden in anderen Sprachen, wie etwa dem Deutschen, durch Präpositionalphrasen ausgedrückt.

3 × 3 – Räumliche Verhältnisse
das Inneredie Oberflächedie Nähe betreffend
woher?-ból/-ből
ház-ból
aus dem Haus
-ról/-ről
ház-ról
vom Haus (herunter)
-tól/-től
ház-tól
vom Haus (weg)
wo?-ban/-ben
ház-ban
im Haus
-n/-on/-en/-ön
ház-on
auf dem Haus
-nál/-nél
ház-nál
beim Haus
wohin?-ba/-be
ház-ba
ins Haus (hinein)
-ra/-re
ház-ra
auf das Haus (hinauf)
-hoz/-hez/-höz
ház-hoz
zum Haus (hin)

2.4 Zahlen

Kardinalzahlen

0 nulla10 tíz20 húsz
1 egy11 tizenegy21 huszonegy
2 kettő/két12 tizenkettő22 huszonkettő
3 három13 tizenhárom23 huszonhárom
4 négy14 tizennégy24 huszonnégy
5 öt15 tizenöt25 huszonöt
6 hat16 tizenhat26 huszonhat
7 hét17 tizenhét27 huszonhét
8 nyolc18 tizennyolc28 huszonnyolc
9 kilenc19 tizenkilenc29 huszonkilenc

Die Zehner werden vor den Einern ausgesprochen, ab 30 – harminc wird direkt angehängt, kein -on/-en dazwischen:

30 harminc
31 harmincegy
40 negyven
41 negyvenegy
50 ötven
60 hatvan
70 hetven
80 nyolcvan
90 kilencven
100 száz

1.000 ezer
10.000 tízezer
100.000 százezer
1.000.000 egymillió

Beispiele für Jahreszahlen:
1965 ezer/kilenc/száz/hatvan/öt
2011 két/ezer/tizen/egy

Ordinalzahlen

1. első 6. hatodik
2. második (!)7. hetedik
3. harmadik8. nyolcadik
4. negyedik9. kilencedik
5. ötödik10. tízedik

2.5 Einige Redewendungen

Jó reggelt!Guten Morgen!
Jó napot!Guten Tag!
Jó estét!Guten Abend!
Jó éjt!Gute Nacht!
Szia! Szervusz!Hallo! Grüß dich!
Sziasztok! Szervusztok!Grüß euch!
A viszontlátásra! Viszlát!Auf Wiedersehen!
Hogy vagy?Wie geht es dir?
Hogy van?Wie geht es Ihnen?
Elnézést, mi a neve?Wie ist Ihr Name, bitte?
Mi a neved?Wie heißt du?

A nevem…

Mein Name ist …
Nagyon örülök!Sehr erfreut!
Honnan jössz (jön)?Woher kommst du (kommen Sie)?
igenja
nemnein
köszönömdanke
kérem / szívesenbitte
ElnézéstEntschuldigung
Sajnos nem értemIch verstehe es leider nicht
Minden jót!Alles Gute!
Jó étvágyat!Guten Appetit!
Egészségedre!Zum Wohl! (du)
Egészségére!Zum Wohl! (Sie)
Hol van a/az …?Wo ist …?

Hónapok – die Monate

januárJännerjúliusJuli
februárFebruaraugusztusAugust
márciusMärzszeptemberSeptember
áprilisApriloktóberOktober
májusMainovemberNovember
júniusJunidecemberDezember

Angaben wie „im Jänner“ werden mit der Endung -ban/ben gebildet, nach der Regel der Vokalharmonie. Der dunkle oder helle Vokal der letzten Silbe ist ausschlaggebend.

januárban – im Jänner
decemberben – im Dezember

Évszakok – die Jahreszeiten

tavaszFrühlingtavasszalim Frühling
nyárSommernyáronim Sommer
őszHerbstősszelim Herbst
télWintertélenim Winter

Napok – die Wochentage

hétfőMontaghétfőnam Montag
keddDienstagkeddenam Dienstag
szerdaMittwochszerdánam Mittwoch
csütörtökDonnerstagcsütörtökönam Donnerstag
péntekFreitagpéntekenam Freitag
szombatSamstagszombatonam Samstag
vasárnapSonntagvasárnap (!)
(ohne Endung)
am Sonntag

Napszakok – die Tageszeiten

reggel – morgens
délelőtt – vormittags
délben – mittags
délután – nachmittags
este – abends
éjjel – nachts

Kérdőszók – Fragewörter

ki – wer
kit – wen
kinek – wem
kinél – bei wem
kitől – von wem
mi – was
hova – wohin
hol – wo
honnan – woher
hogy – wie
melyik – welche/r
miért – warum
mikor – wann
mennyi/hány – wieviel

Színek – die Farben

piros – rot
kék – blau
sárga – gelb
zöld – grün
narancs – orange
rózsaszín – rosarot
lila – violett
fehér – weiß
fekete – schwarz
barna – braun
szürke – grau
sötétkék – dunkelblau
világoskék – hellblau