3. Links und weiterführende Hinweise

Diese Einträge erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sollen allen, die nach der Lektüre des Sprachensteckbriefs Lust auf mehr bekommen haben, einige Orientierungshilfen anbieten.

3.2 Sprachführer

Langenscheidt: Universal Sprachführer Ungarisch (2006)
Hueber: Einstieg Ungarisch (2006)
Sprechender Deutsch-Ungarisch Sprachführer (2009)
Szent-Iványi Béla: Der ungarische Sprachbau. Buske Verlag (1995)

Magazin für Ungarischlernende: http://magyarultanulok.com/ erscheint zweimal jährlich

Sprachkurs Ungarisch von Assimil (1994)
Durst Péter: Lépésenként magyarul (2004)
Hungarolingua-Reihe

Für Kinder / SchülerInnen

Kiliki – Magyar nyelvkönyv gyerekeknek 1–2 (2010), Akadémia kiadó
Hessky Regina: Német–Magyar, Magyar–német gyerekszótár (2010), Akadémia kiadó
Szókincsvarázsló: Játékos feladatok matricákkal (2010), Akadémia kiadó
Magyar–német memóriajáték (2010), Akadémia kiadó
Eőry Vilma: Magyar értelmező szótár diákoknak (2010), Akadémia kiadó

3.3 Landeskunde

István Bart: Ungarn Land und Leute – ein kleines Konversationslexikon der ungarischen Alltagskultur (2000), Corvina

3.4 Ungarische Sprachkurse in Debrecen

http://www.nyariegyetem.hu/ zweiwöchige Sprachkurse, finden zweimal im Jahr auch in Sopron statt.

3.5 Literatur/Übersetzungen

Reformzeit

Damit wird die Zeit zwischen 1825 und1848 bezeichnet. Sie war eine Glanzzeit der ungarischen Literatur mit Mihály Vörösmarty (1800–1855), János Arany (1817–1882) und Sándor Petőfi (1823–1849) an der Spitze. Vörösmarty ist als Freiheitskämpfer und Lyriker bekannt. Zu seinen wichtigsten Werken zählen das Epos „Zaláns Flucht“ über die ungarische Landnahme (begonnen 1823), „Csongor und Tünde“ (1831), das an Mozarts Zauberflöte erinnert, und das Gedicht „Zuspruch“ (Szózat, 1838), das während der Revolution als „Ungarische Marseillaise“ gesungen wurde. Die Nationalhymne der Ungarn (Himnusz) schrieb Ferenc Kölcsey im Jahre 1823. Mór Jókai (1825–1904) nahm an der Revolution von 1848/49 teil und war auch später politisch aktiv. Als Schriftsteller hinterließ er ein gewaltiges erzählerisches Werk. Seine zu Lebzeiten herausgegebenen „Gesammelten Werke“ umfassen 100 Bände. Von den vielen, meist romantisch-idealistischen Novellen, Erzählungen und Romanen ist z. B. „Ein ungarischer Nabob“ (Egy magyar nábob, 1854) zu nennen.

20. Jahrhundert

Gyula Krúdy (1878–1933) war ein bedeutender Prosaist der modernen ungarischen Literatur. Margit Kaffka (1880–1918) schrieb über Frauenschicksale. Von Baudelaire beeinflusst war der Lyriker Endre Ady (1877–1919), der mehrmals in Paris war. Sein wichtigstes Werk sind die „Neuen Gedichte“ von 1906. Attila József (1905–1937) gilt neben Ady als der größte Dichter des 20. Jahrhunderts. Mihály Babits (1883–1941) übersetzte Dantes Göttliche Komödie. Er schrieb Romane, Lyrik und Essays. Mit seinem Pazifismus war er im traditionell sehr patriotischen Ungarn nicht immer gern gesehen. Dezsö Kosztolányi (1885–1936) war in allen Genres zu Hause und übersetzte zeitgenössische Weltliteratur in „Moderne Dichter“ (1913). Árpád Tóth war ein wichtiger Dichter und Übersetzer. Zsigmond Móritz (1879–1942) schrieb realistische und sozialkritische Romane. Ferenc Molnár (1878–1952) ist der bedeutendste ungarische Dramatiker, am bekanntesten ist sein Theaterstück „Liliom“ (1909). 1937 musste er ins Exil in die USA. Sándor Márai (1900–1989) lebte lange Zeit teils (freiwillig) im Ausland, teils im Exil. Ein anderer berühmter Prosaist war Albert Wass (1908–1998), der nach 1945 in der BRD und in den USA lebte. Imre Kertész (* 1929), Überlebender des KZ Auschwitz-Birkenau, verarbeitete diese Erfahrung in „Mensch ohne Schicksal“ (Sorstalanság, 1975). Er erhielt 2002 den Nobelpreis für Literatur für, so die Laudatio, „ein schriftstellerisches Werk, das die zerbrechliche Erfahrung des Einzelnen gegenüber der barbarischen Willkür der Geschichte behauptet“. Wie viele andere Schriftsteller dieser Zeit hat Kertész enge Kontakte zur deutschsprachigen Kultur und ist selbst Übersetzer aus dem Deutschen ins Ungarische. Andere Autoren sind Ferenc Juhász und György Konrád, Lyriker sind zum Beispiel László Nagy, Wöeres Sándor und János Pilinszki. Magda Szabó war ebenfalls eine sehr bekannte Schriftstellerin. Als der bekannteste nach dem Krieg geborene Autor gilt Péter Esterházy.

3.6. Hinweise auf Institutionen in Österreich, die Ressourcen auf Ungarisch zur Verfügung stellen

http://www.collegium-hungaricum.at/

Abgesehen von der Österreichischen Nationalbibliothek und den Bibliotheken der österreichischen Universitäten sind Ressourcen auf Ungarisch insbesondere in den Bibliotheken der Institute für Finno-Ugristik der verschiedenen österreichischen Universitäten zu finden.

An der Fachhochschule Eisenstadt wird Ungarisch im Lehrgang „Internationale Wirtschaftsbeziehungen“ angeboten.

Sonstige Institutionen in Österreich:

„Europa“-Club – Bécsi magyar kultúregyesület / Europaclub – Kulturverein der Ungarn in Österreich – Besteht seit April 1964. Dieser Verein widmet sich unter anderem der Pflege von Volkstum, Sprache und Kultur: http://www.europaclub.at/

Ungarisches Medien- und Informationszentrum: http://www.umiz.at/

Der Burgenländisch-ungarische Kulturverein wurde 1968 gegründet. Seine Zielsetzungen sind: grenzüberschreitende Kulturveranstaltungen unter Berücksichtigung der Angelegenheiten der im Burgenland beheimateten ungarischen Volksgruppe; offizielle Vertretung der burgenländischen Ungarn, Kulturpflege und Erhaltung der ungarischen Kultur und Traditionen im Burgenland:
http://www.bukv.at/

FelsőAusztriai Magyarok Kultúregyesülete / Kulturverein der ungarischen Sprachgruppe in Oberösterreich

Innsbrucki Magyar Egyetemisták és Akadémikusok Szövetsége (IMEASZ) / Verband ungarischer Studenten und Akademiker Innsbruck