2. Allgemeine Kurzinformation zur Sprache

Eingangs ist zu erwähnen, dass sich das Lexikon des Romani in zwei Gruppen untergliedern lässt: in den voreuropäischen und den europäischen Teil des Lexikons. Die sogenannten indischen „Ursprungswörter“ und die „frühen bzw. älteren“ Entlehnungen aus dem Persischen, Armenischen und Byzantinisch-Griechischen bilden den voreuropäischen Wortschatz. Diese mehr als 1000 Lexeme sind jedoch in keiner Varietät vollständig vorhanden. Die später hinzugekommenen „späteren bzw. jüngeren“ Entlehnungen stammen aus den verschiedensten europäischen Kontaktsprachen.
In den folgenden Beschreibungen zum Romani werden Beispiele zu den in Österreich gesprochenen Romani-Varietäten angeführt. Dies sind Burgenland-Romani, Lovara-Romani, Kalderaš-Romani, Gurbet-Romani und Arli-Romani. Aufgrund der bereits erwähnten Tatsache, dass Sprache und Kultur für die österreichischen Sinti tabuisierte In-Group-Marker sind, wird das Romanes oder Sintitikes in diesem Zusammenhang ausgeklammert.

2.1 Textprobe

Burgenland-Romani:

Traurigi tscherheni

Traurigi tscherheni ando utscho nebo.
Nan man bleibens ande mro schatno khere.
Ari man line andar mro schatno vodro,
mra dschuvla muklom odoj le tschavorenca.

Line man, legede man Auschwitz,
odoj upro praho man tharde.

(Paula Nardai)

Ein trauriger Stern

Ein trauriger Stern im hohen Himmel.
Ich habe kein Bleiben in meinem eigenen Haus.
Sie haben mich herausgeholt aus meinem eigenen Bett,
ich ließ meine Frau und die Kinder zurück.

Sie nahmen mich, brachten mich nach Auschwitz,
dort verbrannten sie mich zu Staub.

[Auszug aus dem Lied „Traurigi tscherheni“ von Paula Nardai in Halwachs, Dieter W. / Gärtner-Horvath, Emmerich / Wogg, Michael (Hrsg.) (2000) Der Rom und der Teufel - O rom taj o beng. Märchen, Erzählungen und Lieder der Roma aus dem Burgenland – Romane pamaristscha, phukajiptscha taj gila andar o Burgenland. Klagenfurt: Drava Verlag.]

 

Lovara-Romani:

Oličken taj le efta borzura

Oličken taj le efta borzura
ando ficko si e borzura.
Taj roden penge cigne šošojes,
ando baro vejš e šosojes. Ja!

(Ceija Stojka)

Oličken und die sieben Igel

Oličken und die sieben Igel,
im Nest sitzen die kleinen Igel.
Sie suchen sich ein winziges Häschen,
in dem großen Wald das Häschen. Ja!

[Lied „Oličken taj le efta borzura“ von Ceija Stojka in Cech, Petra / Fennesz-Juhasz, Christiane / Halwachs, Dieter W. / Heinschink, Mozes F. (Hrsg.) (2001) Fern von uns im Traum ... – Te na dikhas sunende ... Märchen, Erzählungen und Lieder der Lovara – Lovarenge paramiči, tertenetura taj gjila. Klagenfurt: Drava Verlag.]

 

Kalderaš-Romani:

Gêlo dade ando Belovari

- Ande tumaro sastimos savořêngê! (T'aves bachtali!) -

Gêlo dade ando Belovari,
Gêlo dade ando Belovari, joj,
te vov ćinel grastengê patave,
te vov ćinel grastengê patave, joj.
Le gras bare, le patave charne,
Le gras bare, le patave charne, joj.
Pelo o bičo maškar zdrînčeniko,
Pelo o bičo maškar zdrînčeniko, joj.
(...)

Vater ist nach Belovar gefahren

- Für Euer Wohlbefinden, euch allen! (Glücklich sollst du sein!) -

Vater ist nach Belovar gefahren,
Vater ist nach Belovar gefahren,
um Pferdedecken zu kaufen,
um Pferdedecken zu kaufen.
Die Pferde waren groß, die Decken zu kurz,
die Pferde waren groß, die Decken zu kurz.
Die Peitsche fiel durch die Zugbracke,
die Peitsche fiel durch die Zugbracke.
(...)

[Auszug aus dem Lied „Gêlo dade ando Belovari“ aus Belgrad/ Serbien in Fennesz-Juhasz, Christiane / Cech, Petra / Halwachs, Dieter W. / Heinschink, Mozes F. (Hrsg.) (2003) Die schlaue Romni – E bengali Romni. Märchen und Lieder der Roma – So Roma phenen taj gilaben. Klagenfurt: Drava Verlag.]

 

Gurbet:

JEK KUĆIN ĆIŠAJ SEM ME,
čhudino pe maj šuko agor e lenaći,
pherdo truš pala lako paj.

Jekh kućin ćisaj sem me
tala maj baro phabaripe
e khameso,
sai rodel than
tala piri učhalin.

EIN SANDKORN BIN ICH,
an den äußersten Rand des Flussbetts geworfen,
dürstend nach der Strömung des Wassers.

Ein Sandkorn
in der sengenden Hitze
der Sonne,
das Zuflucht sucht
im eigenen Schatten.

[Gedicht „Jek kućin ćišaj sem me“ in Jovanović, Ilija (2006) Vom Wegrand - Dromese rigatar. Klagenfurt: Drava Verlag.]

 

Arli-Romani:

O Zuko Bajraktar

(...)
Agjar i pendžera rodel, udara odola,
našti te aračhol udara, nego tari pendžera rupingja tele.
I so rupingja tele, so pelo ki avlin tele, dokačingja le o krali odma taro vas, adale kralja, ole.
Agjar ama ked dingja Halili jek vika, abo,
tari kula dešuduje katengiri peragja o keramide i phuv.
(...)

Zuko Bajraktar

(...)
Er suchte das Fenster, er suchte die Tür,
er konnte die Tür nicht finden, also sprang er aus dem Fenster.
Als er hinuntersprang und in den Hof hinunterfiel, ergriff ihn sofort der König bei der Hand.
Als Halil brüllte, ließ das die Dachziegel vom zwölfstöckigen Turm auf die Erde herabfallen, Schwägerin.
(...)

[Auszug aus dem Märchen „O Zuko Bajraktar“ aus Kumanovo / Mazedonien in Fennesz-Juhasz, Christiane / Cech, Petra / Halwachs, Dieter W. / Heinschink, Mozes F. (Hrsg.) (2003) Die schlaue Romni – E bengali Romni. Märchen und Lieder der Roma – So Roma phenen taj gilaben. Klagenfurt: Drava Verlag.]

2.2 Schrift und Aussprache

Der Lautbestand des Romani unterscheidet sich nur unwesentlich von dem anderer Sprachen Europas, die ja größtenteils auch der indoeuropäischen Sprachfamilie angehören. Nur die bedeutungsunterscheidende Funktion der sogenannten „behauchten stimmlosen Verschlusslaute“ /ph, th, kh/ findet sich in kaum einer anderen europäischen Sprache.
Die Anzahl der Phoneme (d.h. bedeutungsunterscheidender Laute) des Romani ist mit insgesamt ca. 60 relativ hoch im Vergleich zu anderen indoeuropäischen Sprachen. Dies ergibt sich daraus, dass es sich beim Romani – wie bereits erwähnt – um einen heterogenen Varietätencluster ohne homogenisierenden Standard handelt, aber auch aus dem in der Regel starken Kontaktspracheneinfluss von dominanten auf dominierte Sprachen.

Im Folgenden werden die Phoneme des sogenannten Kernbestands des Romani angeführt, und zwar in der Schreibweise, wie sie in der multilingualen und multidialektalen lexikalischen Online-Ressource RomLex für die Darstellung aller bekannten lautlichen Phänomene des Romani verwendet wird. Weiters werden Beispiele zur Aussprache im Vergleich mit dem Deutschen angeführt.

aetwa wie in hatlwie in Luft
ajwie in beimwie in man
bwie in Ballnwie in nein
cwie in Zentrumowie in rot
čwie in Matschojwie in loyal
čh„behauchtes č“ (= tsch mit einem folgenden h wie in Matschhaufen)p
ph
wie in Pracht
wie in Post
dwie in dier„Zungenspitzen-R“ in Rose
etwa wie in Jeansř„Zäpfchen-R“ wie z.B. franz. rien
ewie in legenswie in See
fwie in fünfzetwa wie in Rose
gwie in gehtšwie in Schule
hwie in habenžetwa wie in Journal
xwie in Bachtwie in Treppe
iwie in istthwie in Tier
jwie in jauwie in kulant
kwie in Kraftuju mit folgendem i wie in dialekt. pfui
khwie in kommenvwie in Wasser

Bei den übrigen Phonemen (ê, î , ä, ö, ü, ej, au, ua, ia, oa, ea, ť, ď, ǩ, ğ, þ, ð, ś, ź, dz, ć, dź, ng, ŕ, ľ), auf die an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird, handelt es sich entweder um Entlehnungen aus Kontaktsprachen oder um das Ergebnis varietäteninterner Entwicklungen, die z.T. ebenfalls kontaktbedingt sind.

2.3 Besonderheiten aus der Grammatik

2.3.1 Nomen und Pronomen

Das Romani besitzt die zwei Genera Maskulinum und Femininum, die zwei Numeri Singular und Plural sowie acht Kasus, die sich auch in anderen Sprachen Europas finden.

Substantiv
Die zweistufige Nominalflexion besteht aus drei primären Kasus – Nominativ, Obliquus und Vokativ – und fünf sekundären Kasus – Dativ, Ablativ, Lokativ, Instrumental/Soziativ und Genitiv.
Im Romani werden die Kategorien belebt/unbelebt unterschieden. Bei unbelebten Entitäten wird der Akkusativ formgleich mit dem Nominativ gebildet. Bei Entitäten, die als belebt zu charakterisieren sind, bildet der Obliquus den Akkusativ. Weiters dient der Obliquus als Basis für die fünf sekundären Kasus. Der Vokativ hat eine Sonderposition und wird in Varietäten, die unter Einfluss von Kontaktsprachen stehen, die selber keinen synthetischen Vokativ besitzen, meist durch die Nominativform realisiert.

SINGULARMaskulinFeminin
Nominativ [Akkusativ]manuškhor-orakl-irig
Obliquus Akkusativmanuš-eskhor-esrakľ-arig-a
Dativmanuš-es-kekhor-es-kerakľ-a-kerig-a-ke
Ablativmanuš-es-tarkhor-es-tarrakľ-a-tarrig-a-tar
Lokativmanuš-es-tekhor-es-terakľ-a-terig-a-te
Instrumental/Soziativmanuš-es-sakhor-es-sarakľ-a-sarig-a-sa
Genitivmanuš-es-kerokhor-es-kerorakľ-a-kerorig-a-kero
Vokativmanuš-akhor-ejarakľ-ijerig-e
PLURALMaskulinFeminin
Nominativ [Akkusativ]manuš-akhor-erakľ-arig-a
Obliquus Akkusativmanuš-enkhor-enrakľ-enrig-en
Dativmanuš-en-gekhor-en-gerakľ-en-gerig-en-ge
Ablativmanuš-en-darkhor-en-darrakľ-en-darrig-en-dar
Lokativmanuš-en-dekhor-en-derakľ-en-derig-en-de
Instrumental/Soziativmanuš-en-cakhor-en-carakľ-en-carig-en-ca
Genitivmanuš-en-gerokhor-en-gerorakľ-en-gerorig-en-gero
Vokativmanuš-ale(n)khor-ale(n)rakľ-ale(n)rig-ale(n)

manuš ‚Mensch‘ / khoro ‚Krug‘ / rakli ‚Mädchen‘ / rig ‚Seite‘

Viele Varietäten haben zusätzlich analytische Kasusbildungen entwickelt, die häufig den Lokativ, (den Ortskasus) ersetzen. Auch der Ablativ (der Kasus der Herkunft und des Ursprungs) ist davon betroffen, relativ selten hingegen der Dativ und der Instrumental/Soziativ. Bei dieser Entwicklung, die ab dem Kontakt mit Balkansprachen einsetzt, werden „alte“ synthetische Formen durch „neuere“ analytische Bildungen – meist in der Form Präposition + (Artikel) + Nominativ – ersetzt.

Beispiel:

Ablativ:gavestar  :  katar gav‚von/aus einem Dorf‘
Lokativ:gaveste   :  ande gav ‚in einem Dorf‘

Die Nomina voreuropäischen Ursprungs unterscheiden sich von europäischen Entlehnungen in ihrer Deklination. Bei den Maskulina aus europäischen Sprachen wird der Vokal im Obliquus Singular der Nominativendung angeglichen, d.h. der in der voreuropäischen Deklination mit -es- gebildete Obliquus wird bei europäischen Entlehnungen zu -os- / -us- / -is-. Feminina europäischer Herkunft unterscheiden sich von voreuropäischen in den Nominativendungen: der fem. Nom. Sing. in der Deklination europäischer Entlehnungen lautet auf -a, die Pluralform auf -i.

nom. sg.nom. pl.obl. sg.obl. pl.Etymologie

europäisch


Mask. auf -osokr-o(s)sokr-i /-urasokr-os-sokr-en-← rum. socru‚Schwiegervater‘
Mask. auf -upap-u(s)pap-i / -urapap-us-pap-en-← gr. pappoús‚Großvater‘
Mask. auf -ipolgar-ipolgar-apolgar-is-polgar-en-← ung. polgár‚Bürger‘
Fem. auf -avil-avil-ivil-a-vil-en-← sla. vile‚Gabel‘

Artikel
In der folgenden Tabelle ist die Artikelbandbreite im Romani angeführt. Prinzipiell wird im Romani kein unbestimmter Artikel verwendet; kontaktbedingt steht manchmal das Zahlwort jek(h) in dieser Funktion.

Singular maskulinSingular femininPlural
Nominativoi / ee / le / o
Obliquusle / ela / le / ele / e

Adjektiv
Vokalisch auslautende Adjektive aus dem voreuropäischen Lexikon stimmen bei attributivem Gebrauch mit dem Bezugsnomen überein. Nur einige wenige Adjektive des Romani wie beispielsweise šukar ‚schön‘ sind indeklinabel.

Singular maskulinSingular femininPlural
Nominativbar-obar- ibar-e
Obliquusbar-ebar-e / -abar-e

Die aus europäischen Sprachen entlehnten Adjektive weisen gegenüber denen voreuropäischen Ursprungs eine (weitgehend) reduzierte Deklination auf (z.B. keine Genusdifferenzierung) oder sind, wie das Beispiel aus dem Burgenland-Romani, indeklinabel:

Kalderaš-R.Burgenland-Romani
SingularPlural
Nominativlungolungibrauni
Obliquuslungone

Pronomen
Die Personal- und Possessivpronomen des Romani werden in folgender Tabelle überblicksmäßig mit varietätenspezifischen Variationen gezeigt:



PersonalpronomenPossessivpronomen
NominativObliquus
1. Singularmeman-mindřo / mindro / mundřo / mundro /
miřo / miro / muřo / muro / mřo / mro
‚ich‘
1. Pluralamen / ameamen-amaro‚wir‘
2. Singulartutut-tiro / tro‚du‘
2. Pluraltumen / tumetumen-tumaro‚ihr‘
3. Sg. mask.ov / vov / jovles-leskero / leskro / lesko‚er‘
3. Sg. fem.oj / voj / jojla-lakero / lakro / lako‚sie‘
3. Pluralon / von / jon / ollen-lengero / lengro / lengo‚sie‘

2.3.2 Verb

Wie auch bei den Nomen, gibt es beim Verbalbestand des Romani eine morphologische Unterscheidung zwischen Elementen voreuropäischen Ursprungs und den aus europäischen Sprachen übernommenen Elementen. Im Gegensatz zu voreuropäischen Verbalstämmen sind rezente, aus europäischen Sprachen übernommene Verben durch sogenannte „Adaptions- bzw. Integrationsmorpheme“ gekennzeichnet. Diese auch als „Lehnmarker“ bezeichneten Integrationsmorpheme wurden aus dem Griechischen entlehnt und werden in den verschiedenen Varietäten des Romani unterschiedlich realisiert:

voreuropäischeuropäisch
Kalderaš-RomaniLovara-RomaniBurgenland-RomaniBugurdži-Romani
ker-← ind. karoti
,machen‘
gind-isar-← rum. a gîndi
‚denken‘
gind-in-← rum. a gîndi
‚denken‘
pis-in-← sla. pisati
‚schreiben‘
izbir-iz-← sla. izbirati
‚wählen‘
phen-← ind. bhanati
‚sagen‘
traj-isar-← rum. a trăi
‘leben’
usi-in-← ung. úszik
‚schwimmen‘
gondol-in-← ung. gondol
‚denken‘
trešt-iz-← sla. treštízava
‚zittern‘

Verbkonjugation:
Basis der Verbalkonjugation im Romani sind der Präsensstamm und der Perfektivstamm. Der Präsensstamm ist identisch mit dem Verbstamm: z.B. ker- ‚mach-‘, phuč- ‚frag-‘ bzw. pisin- ‚schreib-‘ oder trajisar- ‚leb-‘. Unter Perfektivstamm versteht man den um einen sogenannten Perfektivmarker erweiterten Präsensstamm. Dieser Perfektivmarker wird je nach Dialekt unterschiedlich realisiert: z.B. ker-d- ‚mach-PFV-‘, phuč-l- ‚frag-PFV-‘, pisin-č-, schreib-PFV-‘, trajisar-d- ‚leb-PFV-‘. Die Unterscheidung zwischen Präsens- und Perfektivstamm entspricht der aspektuellen Differenzierung der Verbformen durch das Merkmal [± perfektiv]

BILDUNGPräsensstamm +Perfektivstamm +
Aspekt[– perfektiv][+ perfektiv]
Tempus[– fern][+ fern][– fern][+ fern]
„Funktion“Präsens / FuturImperfektPerfektPlusperfekt
1. Singularker-avker-av-aker-av-askerd-omkerd-om-as
2. Singularker-esker-es-aker-es-askerd-ankerd-an-as
3. Singularker-elker-el-aker-el-askerd-a(s)kerd-as-as
1. Pluralker-asker-as-aker-as-askerd-amkerd-am-as
2. Pluralker-enker-en-aker-en-askerd-ankerd-an-as
3. Pluralker-enker-en-aker-en-askerd-ekerd-an-as
kerel: machen

Die aspektuell nach dem Merkmal [± perfektiv] differenzierten Morphemsets zeigen varietätenspezifische Varianz.

[– perfektiv][+ perfektiv]
1.Sg.-av/-au/-ap-om/-um/-em
2.Sg.-es/-eh/-e-an/-al
3.Sg-el-as/-a
1.Pl.-as/-ah/-a-am
2.Pl.-en-en/-an
3.Pl.-en-e

Die Präsensformen werden durch Suffigierung des Morphems {a} in Kurz- und Langformen unterschieden (siehe Tabelle „Bildung der Verbkonjugation“):

KurzformenversusLangformen
ker-av, ker-es etc.ker-av-a, ker-es-a etc.

Die Funktionen der Kurz- und der Langformen sind varietätenspezifisch. Im Kalderaš-Romani dient die Kurzform als Indikativ Präsens, während die Langform den Konjunktiv kodiert. Im Arli- und im Bugurdži-Romani werden die Langformen im Allgemeinen als Indikativ Präsens verwendet, während die Kurzformen für den Konjunktiv oder als alternative Formen ebenfalls für Indikativ Präsens stehen. Im Burgenland-Romani dienen die Kurzformen als Präsens, die Langformen als Futur. Im Gegensatz dazu bilden die Balkanvarietäten das Futur analytisch, und zwar mit der vom Verb kamel ‚lieben, wollen, wünschen‘ abgeleiteten Partikel {/ka/kam/kama/} und dem Präsens:

z. B. ka ker-av:  ‚ich werde machen‘

Hier handelt es sich um ein Kontaktphänomen: Die analytische Futurbildung ist ein areales Merkmal des Balkansprachbunds.

Ein markanter Unterschied zum Deutschen ist die Tatsache, dass es im Romani keinen ursprünglichen Ausdruck für das Wort ‚haben‘ gibt. Man drückt diesen Inhalt aus durch die Verbindung von: 3. Person Singular des Verbs ‚sein‘ + Akkusativ des Personalpronomen.

[– perfektiv][+ perfektiv]wörtlich
1.Sg.si ma(n)sas / sine ma‚es ist / war  mir‘
2.Sg.si tu(t)sas / sine tut‚es ist / war dir‘
3.Sgsi les/lasas / sine les/la‚es ist / war ihm/ihr‘
1.Pl.si amensas / sine amen‚es ist / war  uns‘
2.Pl.si tumensas / sine tumen‚es ist / war euch‘
3.Pl.si lensas / sine len‚es ist / war  ihnen‘

z.B. Si man jekh šavo.: (wörtl.) ‚Mir ist ein Sohn.‘, (dt.) ‚Ich habe einen Sohn.‘

2.4 Zahlen

Kardinalzahlen:

Die einstelligen Kardinalzahlen
Burgenland-
Romani
Lovara-RomaniKalderaš-
Romani
Gurbet-RomaniArli-
Romani
wörtliche
Übs.
1jekjek(h)jek(h)jek(h)jek‚eins'
2dujdu(j)dujdujduj‚zwei'
3trintrintrintrintrin‚drei'
4schtarštarštarštarštar‚vier'
5pantschpanžpanźpandžpandž‚fünf'
6schovšovšovšovšov‚sechs'
7eftaefta(j)eftaeftaefta‚sieben'
8oftooxtooxtooxtoofto‚acht'
9enjai(n)jaiňaiňaeňa‚neun'

 

Die Zehnerzahlen ‚dreißig', ‚vierzig' und ‚fünfzig' werden in einigen der beschriebenen Dialekte aus dem Griechischen entlehnt. Die anderen Zehnerzahlen werden durch „interne Kombinationen“ gebildet, d.h. durch das Infix -var- verbunden, das bei den Multiplikativzahlen auch als Multiplikationssuffix dient. So ergibt sich z.B. die Zahl štar-var-deš ‚vierzig' aus (wörtl.) ‚vier-mal-zehn'. Eine Ausnahme bildet die Bezeichnung epaschel für ‚fünfzig' im Burgenland-Romani – diese Zahl bedeutet wörtlich ‚halb-hundert'.

Zehnerzahlen
Burgenland-
Romani
Lovara-RomaniKalderaš-
Romani
Gurbet-RomaniArli-
Romani
wörtliche
Übs.
10deschdešdešdešdeš‚zehn'
20bischbišbišbišbiš‚zwanzig'
30trandatr(j)andatranda, tŕanda, trijandatranda, trijandatrijanda‚dreißig'
40schtarvardeschštarvardešštarvardeš, sarandaštarvardeš, sarandasaranda‚vier-mal-zehn', ‚vierzig'
50epaschelpanž(v)ardešpanźvardeš, peninda, pinda peindapandžvardeš, peninda, pindapinda‚halb-hundert', ‚fünf-mal-zehn', ‚fünfzig'
60schovardeschšovardeššovardeššovardeššovardeš‚sechs-mal-zehn'
70eftavardescheftavardešjeftavardešeftavardešeftavardeš‚sieben-mal-zehn'
80oftovardeschoxtovardešoxtovardešoxtovardešoftovardeš‚acht-mal-zehn'
90enjavardeschiňavardešiňavardešiňavardešeňavardeš‚neun-mal-zehn'

 

Ordinalzahlen
Die Ordinalzahlen werden durch die Suffigierung von -to an die jeweilige Kardinalzahl gebildet. Eine Ausnahme bildet die Ordinalzahl ‚erste(r)'. Diese wird in einigen Dialekten eher aus den primären Kontaktsprachen – hier dem Slawischen ‚prvo' und dem Deutschen ‚erschti' – entlehnt.

Ordinalzahlen
Burgenland-
Romani
Lovara-RomaniKalderaš-
Romani
Gurbet-RomaniArli-
Romani
wörtliche
Übs.
1.erschtianglunoprvo, anglunojekhto, prvoavgo, prvo‚erster'
2.dujtodujtodujtodujtodujto‚zweiter'
3.tri(n)totritotritotritotrito‚dritter'
10.deschtodeštodeštodeštodešto‚zehnter'
12.desch-u/o-dujtodešudujtodešudujtodešudujtodešudujto‚zwölfter'
20.bischtobištobištobištobišto‚zwanzigster'
60.schovardeschtošovardeštošovardeštošovardeštošovardešto‚sechzigster'
100.scheltošeltošêltošeltošelto‚hundertster'

2.5 Farbbezeichnungen

Die Farbbezeichnungen für ‚schwarz‘‚ weiß‘ und ‚rot‘ im Romani sind indoarischen Ursprungs, die Bezeichnungen für ‚blau‘, ‚gelb‘ und ‚grün‘ sind aus europäischen Kontaktsprachen entlehnt.

Farbbezeichnungen
Burgenland-RomaniLovara-RomaniKalderaš-RomaniGurbet-RomaniArli-Romani
schwarzkalokalokalokalokalo
weißparnoparnoparnoparnoparno
rotlolololololololololo
blaumodrovunetovînetovunato, plavoplavo
gelbtschutogalbeno, šargogalbenogalbeno, žutožuto
grünselenozelenozelenozelenozeleno

2.6 Verwandtschaftsbezeichnungen

Die Verwandtschaftsbezeichnungen des Romani sind in ihrem Kern indoarischen Ursprungs. Sowohl die Bezeichnungen für direkte Verwandte derselben Generation – ‚Ehemann‘ / ‚Ehefrau‘ und ‚Bruder‘ / ‚Schwester‘ – als auch für die der folgenden und der direkt vorhergehenden Generationen – ‚Sohn‘ / ‚Tochter‘ und ‚Vater‘ / ‚Mutter‘ – stammen ebenso aus dem Indoarischen wie die Bezeichnungen für ‚Schwiegersohn‘ / ‚Schwiegertochter‘ und ‚Schwiegervater‘ / ‚Schwiegermutter‘. Hingegen stehen als Bezeichnungen für Verwandte der zweiten vorhergehenden Generation – für die Großeltern – meist die aus dem Griechischen entlehnten papo und mami. Bei Bezeichnungen für indirekte Verwandte der ersten vorhergehenden Generation – für die Geschwister der Eltern – finden sich ebenfalls frühe Entlehnungen: kako bzw. bibi, die höchstwahrscheinlich aus dem Persischen stammen.
Alle anderen Verwandtschaftsbezeichnungen sind entweder varietätenspezifische Entlehnungen aus europäischen Kontaktsprachen oder Umschreibungen.

Burgenland-RomaniLovara-RomaniKalderaš-RomaniGurbet-RomaniArli-
Romani
Ehemannromromřomřom, romrom
Ehefrauromniromni, romňiřomniřomni, romniromňi
Bruderphralp(h)ralp(h)ralphralphral
Schwesterphenphenphen, phejphen, phejphen
Sohntschavo, tschaušavośav, śavočhavočhavo
Tochtertschajšejśejčhejčhaj
Vaterdaddaddaddaddad
Mutterdajdejdej, mamadejdaj
Großvaterpapupapu, phuro dadpapopapopapo
Großmutterbabamami, phuri dejmamimamibaba, nena
Onkelbatschibaťi, nano, kakokak(o)kak(o)(väterlicherseits) /dajo, ujko (mütterlicherseits)kako (väterlicherseits) /
dajo, ujko (mütterlicherseits)
Tantemuamlalabibibibi, tetkakakoskiri romni (väterlicherseits) / tetka
(mütterlicherseits)
Enkelenkelnepoto, unokonepotounuko, čhavesko čhavounuko
Enkelinenkelinnepota, unokanepotaunuka, čhejaći čhejunuka
Schwiegervatersastrosastro, sokrosastro, sokrosastro, sokrosastro, svekaro
Schwieger-muttersasisokrasokra, sasujsokra, sasujsasuj
Schwiegersohndschamutrožamutroźamutrodžamutrodžamutro
Schwieger-tochterboriboriboriboribori

2.7 Einige Redewendungen

Begrüßen und Verabschieden
Die Begrüßungs- und Verabschiedungsrituale sind in den einzelnen Roma-Gruppen sehr unterschiedlich. Sehr viel Wert legen Roma auf respektvolle Umgangsformen miteinander – vor allem älteren Personen gegenüber. Grundsätzlich sind die Grüße nicht immer auf Romani, oft – vor allem bei Jugendlichen – begrüßt man sich in der jeweiligen Landessprache. Die hier angeführten Begrüßungs- und Verabschiedungsformeln entsprechen dem im Deutschen verwendeten ‚Guten Tag / Morgen‘ bzw. ‚Guten Abend‘ und ‚Auf Wiedersehen‘.

Romaniwörtlich
Burgenland-Romani:Latscho di!


Guten Tag!


Latscho ratschaha!Guten Morgen!
Del tuha! Del tumenca!Gott mit dir / euch / Ihnen!
Lovara-Romani:Lašo ďes!Guten Tag!
Droboj tu! Droboj tume!Leben sollst du! Leben sollt ihr / sollen Sie!
(generell bzw. obligate Begrüßung bei Begräbnissen)
Baxtali detehara! Glücklichen Morgen!
Laši detehara!Guten Morgen!
T' aves sasto/sasti taj baxtalo/baxtali! (m/f)Dass du gesund seist und glücklich!
T' aves vi tu!Dass auch du es seist!
T' aven saste taj baxtale!Dass ihr / Sie gesund seid / seien und glücklich!
T' aven vi tume!Dass auch ihr / Sie es seid / seien!
Aš Devlesa! Ašon Devlesa!Bleib/t mit Gott! (sagt der Gehende)
Ža Devlesa! Žan Devlesa!Geh/t mit Gott! (sagt der Bleibende)
Devlesa!Mit Gott!
Devlesa rakhav tu / tumen!Ich finde dich / euch / Sie mit Gott!
O drago Del andas tu / tumen! (Antwort)Der liebe Gott hat dich / euch / Sie hergeführt!
Kalderaš-Romani:


Laśo ďes!Guten Tag!
Majmištořo! - Maj najis!Es soll dir besser gehen! – Danke!
Droboj tu(t)! Droboj tume!Leben sollst du! Leben sollt ihr / sollen Sie!
(generell bzw. obligat. Begrüßung bei Begräbnissen)
T' aves sasto/sasti taj baxtalo/baxtali! (m/f)Dass du gesund seist und glücklich!
T' aves vi tu!Dass auch du es seist!
T' aven saste taj baxtale!Dass ihr / Sie gesund seid / seien und glücklich!
T' aven vi tume!Dass auch ihr / Sie es seid / seien!
Aś Devlesa! Aśen Devlesa!Bleib/t mit Gott! (sagt der Gehende)
Źa Devlesa! Źan Devlesa!Geh/t mit Gott (sagt der Bleibende)
Devlesa!Mit Gott!
Gurbet-Romani:Lač(h)o ďe!Guten Tag!
T' aves sasto/sasti taj baxtalo/baxtali! (m/f)Dass du gesund seist und glücklich!
T' aves vi tu!Dass auch du es seist!
T' aven saste taj baxtale!Dass ihr / Sie gesund seid / seien und glücklich!
T' aven vi tume!Dass auch ihr / Sie es seid / seien!
Ačh Devlesa! Ačhen Devlesa!Bleib/t mit Gott! (sagt der Gehende)
Dža Devlesa! Džan Devlesa!Geh/t mit Gott (sagt der Bleibende)
Devlesa! bzw. Devleha!Mit Gott!
Arli-Romani:Lačho dive!Guten Tag!
Devleha!Mit Gott!
Fragen und Antworten im Gespräch
Romaniwörtlich
Burgenland-Romani:Sar (tuke) dschal? Sar (tumenge) dschal?
Latscho!
Wie geht es dir? Wie geht es euch / Ihnen?
Gut!
Sar tro / tumaro anav hi?Wie ist dein / euer / Ihr Name?
Sar tu butschojs? Sar tumen butschon?Wie heißt du? Wie heißt ihr / heißen Sie?
Me ... butschojav. Mro anav ... hi.Ich heiße ... . Mein Name ist ... .
Katar tu ajs? Katar tumen an?Woher kommst du?
Me [ORTSNAME+ABLATIV] avav.Ich komme von ... .
Lovara-Romani:Sar žal tuke? Sar žal tumenge?Wie geht es dir? Wie geht es euch / Ihnen?
Sar sal / san? Sar san?Wie bist du? Wie seid ihr /  Sie?
Najis tuke / tumenge, mišto sim!Danke dir / euch / Ihnen, gut bin ich!
Sar si ťo (ťiro) / tumaro anav?Wie ist dein / euer / Ihr Name?
Sar bušos? Sar bušon?Wie heißt du? Wie heißt ihr / heißen Sie?
Me bušav ... . Mo (Muro) anav si ... .Ich heiße ... .  Mein Name ist ... .
Katar sal / san? Katar san tume?Woher bist du? Woher seid ihr / sind Sie?
Katar aves? Katar aven?Woher kommst du? Woher kommt ihr / kommen Sie?
Me sim katar / anda ... .Ich bin von / aus ... .
Kalderaš-Romani:Sar san? Sar sen?Wie bist du? Wie seid ihr / sind Sie?
Najis tuke / tumengê, mišto sîm!Danke dir / euch / Ihnen, gut bin ich!
Sar sî ťo (ťiro) / tumaro anav?Wie ist dein / euer / Ihr Name?
Sar buśel tukê / tumengê?Wie heißt es dir? Wie heißt es euch / Ihnen?
Me buśav ... . Munřo anav sî ....Ich heiße ... .  Mein Name ist ... .
Kata san? Kata sen tume?Woher bist du? Woher seid ihr / sind Sie?
Me sîm katar / anda ...Ich bin von / aus ... .
Gurbet-Romani:Sar san? Sar sen?Wie bist du? Wie seid ihr / sind Sie?
Najis, lač(h)e!Danke, gut!
Sar si ćo (ćiro) / tumaro alav?Wie ist dein / euer / Ihr Name?
Sar akhardos?  Sar akharden tumen?Wie heißt du? Wie heißt ihr / heißen Sie?
Moro (Munro) alav si ... .Mein Name ist ... .
Katar san? Katar sen?Woher bist du? Woher seid ihr / sind Sie?
Me sem andar ... .Ich bin aus ... .
Arli-Romani:Sar sijan? Sar sijen? Wie bist du? Wie seid ihr / sind Sie?
Ov sasto/-i, šukar sijum! (m/f)Danke dir, ich bin gut!
Oven saste, šukar sijum!Danke euch / Ihnen, ich bin gut!
Sar si to (tiro) / tumaro anav?Wie ist dein / euer / Ihr Name?
Sar vikinesa tut? Sar vikinena tumen?Wie heißt du? Wie heißt ihr / heißen Sie?
Mo (Miro) anav si ...Mein Name ist ... .
Katar sijan? Katar sijen?Woher bist du? Woher seid ihr / sind Sie?
Me sijum tar ... .Ich bin aus ... .
Weiteres
Romaniwörtlich
Burgenland-Romani:heja
nanein, nicht
Palikerav (tuke / tumenge)!Ich danke (dir / euch / Ihnen)!
Molinav tut ...Ich bitte dich, ...

Pobister le mange!
Pobisteren le  mange!

Verzeih mir! Verzeiht / Verzeihen Sie mir!
(eigentl.: „Vergiss / Vergesst es mir!“)
Pharipe hi mange!Es tut mir leid!
Latscho hi!(Das) ist gut! [auch Bedeutung: „In Ordnung!“]
Me le na dschanav.Ich weiß (es) nicht.
Me le na hajojav.Ich verstehe (es) nicht.
Lovara-Romani:ova / vaja
na / niči  (či: vor Verben)nein, nicht
Najis (tuke / tumenge)!Ich danke (dir / euch / Ihnen)!
Ruďij tu ...Ich bitte dich, ...
(J)ertisar! (J)ertin!Verzeih! Verzeiht/Verzeihen Sie!
Mišto! Kado lašo-j! Šukar!(Das) ist gut! [auch Bedeutung: „In Ordnung!“]
Či žanav. Na žanav.Ich weiß (es) nicht.
Či haťarav.Ich verstehe nicht.
Kalderaš-Romani:ej / vaja
na / ničinein, nicht
Na(j)is (tukê / tumengê)!Ich danke (dir / euch / Ihnen)!
Řudźiv tu ...Ich bitte dich, ...
Trajil o Del ći / tumari bax, ...Gott soll dein Glück leben lassen, ... (Bedeutung: „Bitte sei so nett, ...“)
Jertisar! Jertisaren!Verzeih! Verzeiht / Verzeihen Sie!
Mišto! Šukar!(Das ist) gut! [auch Bedeutung: „In Ordnung!“]
Či źanav. Na źanav.Ich weiß (es) nicht.
Či haľarav. Či haćarav.Ich verstehe nicht.
Gurbet-Romani:vaja
na / niči / či  (ni: vor Verben)nein, nicht
T'aves sasto/sasti! (m/f) T'aven saste!Danke! (wörtl.: „Sei/d gesund!“)
Mangav tu ...Ich bitte dich, ...
Jertisar! Jertisaren!Verzeih! Verzeiht / Verzeihen Sie!
Lače si!(Das ist) gut! [auch Bedeutung: „In Ordnung!“]
Ni džanav.Ich weiß (es) nicht.
Ni (h)aćarav. Ni razumiv.Ich verstehe nicht.
Arli-Romani:po / vaja
nanein, nicht
Ov sasto/sasti! (m/f) Oven saste!Danke! (wörtl.: „Sei/d gesund!“)
Molinava tu ...Ich bitte dich, ...
Afi ker mange! Afi keren mange!Verzeih! Verzeiht / Verzeihen Sie!
Šukar!(Das ist) gut! [auch Bedeutung: „In Ordnung!“]
Na džanava.Ich weiß (es) nicht.
Na haľovava.Ich verstehe nicht.